Endstation Altdorf: US-Militär wird von Toren gestoppt

2.5.2017, 11:37 Uhr
Und dann ging es nicht mehr weiter. Die Durchfahrt war dem Militärfahrzeug in Altdorf unmöglich, denn die Stadttore haben eine maximale Durchfahrtshöhe von 2,50 Meter.

Und dann ging es nicht mehr weiter. Die Durchfahrt war dem Militärfahrzeug in Altdorf unmöglich, denn die Stadttore haben eine maximale Durchfahrtshöhe von 2,50 Meter. © Antonio Pacelli

Nicht nur Autofahrer werden von ihren Navigationssystemen fehlgeleitet. Vermutlich hat auch das Navigationssystem des US-Militärs einen Schwertransporter am Dienstagmorgen in die Irre navigiert. Das zumindest schlussfolgert ein Beamter der Polizei in Altdorf.

Ein Lkw des US-Militärs wurde am Oberen Tor am Vormittag mit seiner übergroßen Fracht jäh gestoppt. Schnell staute sich der Verkehr hinter der Kolonne weit zurück. Als einziger Weg blieb der Rückzug. Beim Rückwärtsfahren knickte der Lkw laut Polizei eine Straßenlaterne um. Die Beamten mussten den Verkehr während dieser Zeit umleiten.

Und das nicht zum ersten Mal. Bereits am vergangenen Mittwoch versuchte das amerikanische Militär, mit einem Schwertransport durch das Untere Tor zu gelangen. Im Rückwärtsgang musste der Fahrer mit dem langen Gefährt durch die kurvige Straße bis zum Kreisverkehr in der Neumarkter Straße zurückrangieren. Die Polizei leitete auch während dieser Aktion den Verkehr um.

Wieso die amerikanischen Soldaten versuchten, ihre schwere Fracht über den Marktplatz zu transportieren, ist unklar. Die Polizei hat eine Vermutung: Die meisten Navigationsgeräte leiten Autofahrer über den Marktplatz, wenn sie als Fahrroute den direkten Weg auswählen. Der Marktplatz wird jedoch durch die zwei Stadttore begrenzt, die eine maximale Durchfahrtshöhe von 2,50 Meter erlauben. Die Tore sind für Schwertransporte definitiv eine Nummer zu klein, weshalb diese über die Nürnberger und Neumarkter Straße ausweichen können und müssen. Meist kann bei Navigationsgeräten eingestellt werden, ob man mit einem Lkw oder mit einem Pkw unterwegs ist und bekommt eine entsprechende Umleitung empfohlen - in den beiden Fällen in Altdorf scheint das nicht geklappt zu haben.

Diese haben nun Konsequenzen: "Wir werden mit dem US-Militär ein Gespräch führen müssen", kündigte die Polizei an.

 

5 Kommentare