Nach nur vier Monaten Betrieb

Impfzentren in Altdorf und Hersbruck schließen Ende August

20.8.2021, 08:07 Uhr
Nürnberg , am  15.08.2021
Ressort: Lokales Foto: Stefan Hippel 
Messezentrum, Impfzentrum der Stadt Nürnberg, Covid-19 Impfzentrum, corona, Covid, Impfen, Pandemie

Nürnberg , am 15.08.2021 Ressort: Lokales Foto: Stefan Hippel Messezentrum, Impfzentrum der Stadt Nürnberg, Covid-19 Impfzentrum, corona, Covid, Impfen, Pandemie © Stefan Hippel, NNZ

Die Außenstellen des Impfzentrums Nürnberger Land in Altdorf und Hersbruck schließen zum Monatsende. Das gab das Landratsamt jetzt bekannt. "Wer dort im August noch einen Termin hat, kann diesen selbstverständlich wahrnehmen", schreibt das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Ab September ist das Impfzentrum in Röthenbach dann wieder neben den Arztpraxen die Anlaufstelle im Landkreis Nürnberger Land für die Impfung gegen den Coronavirus. Bis auf Weiteres können im Impfzentrum Röthenbach alle, die sich impfen lassen möchten, ohne Voranmeldung täglich zwischen 8 und 15.30 Uhr vorbeikommen. Ob es um eine Erst- oder Zweitimpfung geht und ob der Impfwillige im Nürnberger Land wohnt, spielt aktuell keine Rolle.

"Eine Registrierung beim Impfportal ist wünschenswert, weil es die Dokumentation erleichtert, aber nicht notwendig", so das Landratsamt. Nur Impfwillige zwischen 12 und 16 Jahren müssten sich vorab registrieren. Drittimpfungen werden im Nürnberger Land derzeit nicht durchgeführt.

Neue Strategie ab 1. Oktober 2021

Bis Ende September bleibt in Röthenbach alles wie gehabt. Bis zu 2200 Impfdosen täglich sollen an jedem Zentrum in Bayern täglich verimpft werden können. Doch ab dem 1. Oktober verfolgt Bayern eine neue Impfstrategie - in wesentlich kleinerem Rahmen wie bisher.

Denn dann werden die Kapazitäten drastisch heruntergefahren. Nur noch bis zu 500 Impfdosen sollen dann täglich zur Verfügung stehen. Innerhalb einer Woche soll der Bedarf auf bis zu 1250 Dosen aufgestockt werden können. Die Strategie des Freistaats reicht zeitlich derzeit bis zum 30. April 2022.

Es stehen die ersten Auffrischungsimpfungen an

Die Impfzentren werden nach der zukünftigen Impfstrategie des Freistaates nur noch im Stand-by-Betrieb laufen und sogenannte Impfsprechstunden anbieten. Im Wesentlichen sollen aber mit mobilen Teams die Einrichtungen der Altenpflege und verschiedene andere Einrichtungen mit Auffrischungsimpfungen versorgt werden.

Allerdings sollen die Impfzentren im Bedarfsfall schnell auf die maximale Impfkapazität hochgefahren werden können, wenn es die Situation erfordert. "In diesem Fall würden die Impfzentren wiederum eine zentrale Rolle bei der Impfung der Bevölkerung einnehmen", sagt ein Ministeriumssprecher auf Nachfrage von nordbayern.de.

Zuletzt war die Nachfrage nach einer Corona-Impfung in Bayern stark gesunken. Am 18. Mai 2021 erhielten bayerweit fast 220.000 Bayern die erste Impfung. Am 18. August 2021 wurden nur knapp 20.000 Dosen verimpft. Rund 57 Prozent aller Bayern sind derzeit vollständig immunisiert.