Dienstag, 18.02.2020

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Irrfahrt des US-Militärs durch Altdorf: Das ist der Grund

Konvois nahmen an einer Übung teil und sorgten für erhebliches Chaos - 08.05.2017 21:27 Uhr

Und dann ging es nicht mehr weiter. Die Durchfahrt war dem Militärfahrzeug in Altdorf unmöglich, denn die Stadttore haben eine maximale Durchfahrtshöhe von 2,50 Meter. © Antonio Pacelli


Die beiden Wendemanöver der jeweiligen Konvois Ende April sorgten für ein erhebliches Verkehrschaos rund um Altdorf. Die gescheiterten Versuche des US-Militärs, Altdorf auf dem schnellsten Weg über den Marktplatz zu durchqueren, erntete viel Spott in den sozialen Netzwerken. Die Polizei reagierte dagegen äußerst verschnupft. "Wir werden mit dem US-Militär ein Gespräch führen müssen", kündigte die Polizei an. Damit müssten sich die Beamten beeilen.

Denn schon bald könnten vielleicht die nächsten Konvois vor den Stadttoren stehen. Auf Nachfrage von nordbayern.de äußert sich jetzt das US-Militär zu den Vorfällen. "Bei den Fahrzeugen handelte es sich um Fahrzeuge, die im Rahmen der Übung Saber Junction zwischen Grafenwöhr und Hohenfels unterwegs waren", sagt Pressesprecher André Potzler. Die Übung ist für die Monate April und Mai angesetzt. Der Großteil der Konvoi-Bewegungen sollte in der ersten Maiwoche stattfinden.

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Bei Saber Junction handelt es sich um eine jährlich stattfindende Zertifizierungsübung der US-Armee für eine der beiden in Europa stationierten Kampfbrigaden. "Die diesjährige Übung hat das Ziel, die Bereitschaft des 2. Cavalry Regiments bezüglich Landoperationen auszuwerten und die Einheit zu zertifizieren", sagt Potzler.

Dabei sollen die Fahrzeuge entsprechend verschiedener festgelegter Konvoirouten die Autobahn A6 bei Alfeld verlassen und die Fahrt auf der vorgegebenen Strecke nach Hohenfels fortsetzen. "Offensichtlich fuhren die Fahrzeugbesatzungen zu weit und haben sich beim Wenden in Altdorf verfahren, was zu den bekannten Verkehrsbehinderungen führte."

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