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Dienstag, 23.07.2019

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Opa auf Bestellung: Altdorfer kümmert sich um kleine Kinder

In Altdorf engagieren sich 14 Freiwillige als Wunschgroßeltern - 17.04.2019 10:37 Uhr

Rudolf Juppke kutschiert seine Wunsch-Enkelin Franka durch Altdorf.


Der 70-Jährige hat sich bei der Altdorfer Freiwilligenagentur Alfa als sogenannter Wunschopa anheuern lassen, schon vor etlichen Jahren. Wobei manche der Ehrenamtlichen den Ausdruck Wunschgroßeltern lieber durch Wunschpaten ersetzen würden. Schließlich fühlen sich nicht alle, die für die Freiwilligenagentur Alfa arbeiten, als Oma oder Opa.

"Derzeit engagieren sich 14 Freiwillige als Wunsch-Oma oder Wunsch-Opa", berichtet Geschäftsstellenleiterin Stepahnie Heißmann. Sechs Familien suchen derzeit noch einen Ehrenamtlichen. Sie haben keine Großeltern oder welche, die weit entfernt leben. Sie suchen Ruheständler und andere Personen, die sich gern mit jungen Menschen umgeben. Diese beiden Parteien zusammenzubringen, hat sich Alfa zur Aufgabe gemacht.

Umzug, Beruf, Geschwister...

Klassische Situationen, in denen sich eine Familie Hilfe durch Großeltern wünscht, sind ein Umzug in ein noch unbekanntes Umfeld, wenn Mütter wieder in den Beruf einsteigen oder wenn noch einmal Nachwuchs ansteht und das ältere Geschwisterkind mehr Aufmerksamkeit braucht. Zu den Tätigkeiten, die gefragt sind, gehören spielen, spazierengehen, vorlesen, basteln oder auf den Spielplatz gehen.

Rudolf Juppke kümmert sich aktuell um Franka, früher auch noch um deren ältere Schwester, und um den kleinen Basti in einer zweiten Familie. Ihn holt er vom Kindergarten, um dann mit ihm auf den Spielplatz oder ins Kindercafé zu gehen. Im Gegenzug packt einer der Väter auch mal mit an, wenn er ihre Hilfe benötigt. "Man bleibt jung dabei", ist sich der 70-jährige Juppke sicher.

Die Eisdiele zahlen die Eltern

Der Zeitaufwand richtet sich stets nach den Bedürfnissen. "Nur der Mittwoch ist mein freier Tag", sagt Juppke mit einem Lachen. Reich werden kann man mit dieser Beschäftigung übrigens nicht. Es gibt keine Aufwandsentschädigung über die Freiwilligenagentur. Eisdielen-Besuche und ähnliches gleichen die Eltern aus.

Wie in jeder Großelternbeziehung gibt es natürlich auch Meinungsverschiedenheiten mit dem Nachwuchs. Die kleine Franka ist manchmal sehr eigensinnig und leicht eingeschnappt. Und bei den Schulkindern ist immer wieder mal eines dabei, das eben keine Lust hat, Schularbeiten zu erledigen. Dann ist Diplomatie und noch viel mehr Geduld gefragt, wie eben bei den eigenen Enkeln auch.

Kontakt: Altdorfer Freiwilligenagentur, www.alfa-altdorf.de, info@alfa-altdorf.de, Telefon 09187/8071750. Info-Nachmittag am Donnerstag, 27. Juni, ab 15 Uhr im Kultur-Treff. 

Gisa Spandler

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