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Montag, 20.05.2019

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Plattform wird umgestaltet: Burgthann saniert seine Burg

"Das ist unsere Burg, sie liegt allein in der Verantwortung der Gemeinde" - 14.04.2019 21:36 Uhr

Von weitem gut sichtbar: Das metallene Einstiegshäuschen auf dem Burgthanner Burgturm wirkt wie ein Fremdkörper. Im Zuge der Plattformsanierung wird es nun durch eine Glasluke ersetzt.


"Das Häuschen kommt weg", erklärte Bauamtsleiter Roland Schmucker im Plenum. Der Metallkasten, der bis jetzt den Ausstieg des Turms verkleidet, störe das Amt für Denkmalschutz schon lange. Er ist von weitem gut sichtbar und passt mit seiner kantigen Kühle nicht zum Rest der wildromantischen Burg.

Auch Betty Püntzner von der Fördergemeinschaft Burg Burgthann wird dem grauen Kasten nicht nachtrauern. "Der hat mich auch schon immer gestört", sagt sie. Er habe auch den Schein des alljährlich auf dem Turm aufgestellten Adventssterns beeinträchtigt. Püntzner freut sich daher auf die Neuerung. Sie hofft, der Einstieg werde weiterhin komfortabel und einfach sein.

Glasluke statt Metallkasten

Im Zuge der Plattform-Sanierung wird der Ausstieg durch eine moderne Glasluke mit Geländer ersetzt. Im Brandfall öffnet sich die Luke automatisch und entlässt den Rauch - eine wichtige Verbesserung in punkto Brandschutz.

Das Geländer, dass um die Öffnung im Boden der Turmplattform führt, orientiert sich optisch an den bereits vorhandenen Geländern in der Burg. Die ursprüngliche Idee, ein dezentes Glasgeländer zu errichten, ließ der Arbeitskreis schnell fallen. Bei Sonnenschein würde dieses alles andere als unaufdringlich sein, es würde weithin sichtbar spiegeln.

Abgesehen von Geländer und Luke bekommt die Turmplattform neue Pflastersteine als Bodenbelag. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich von Mitte Juni bis Mitte September. Der für die Arbeiten benötigte Aufzug wird für diese Zeit neben dem Verließ platziert.

Sanierung des Sandsteins

In einem zweiten Schritt möchte der Arbeitskreis Burg die Sandsteinmauern renovieren lassen. Dazu hat er die Burg in vier verschiedene Bauabschnitte eingeteilt: Eins und zwei umfassen die Innen- und Außenwände des Rittersaals und werden nach der Turmplattform als nächstes saniert. Drei und vier betreffen die restlichen Sandsteinwände der Burg. Alle Bauabschnitte auf einmal anzugehen hält der Arbeitskreis für wenig sinnvoll.

Zum einen sei es kaum möglich, die nötigen Arbeitskräfte für ein solch großes Projekt zu finden. Zum anderen möchte er die Gesamtkosten von geschätzt rund 700.000 Euro auf mehrere Haushalte verteilen. Zuschüsse bekommt die Gemeinde für ihr Vorhaben nämlich kaum. "In dem Bereich haben wir leider nichts zu erwarten", erklärte Bürgermeister Heinz Meyer. "Das ist unsere Burg, sie liegt allein in der Verantwortung der Gemeinde." Der Gemeinderat nahm die Vorschläge des Arbeitskreises einstimmig an. 

Magdalena Mock

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