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Winterharte Störche: Sorgen um Vögel nach Wintereinbruch

Große Vögel kommen mit winterlichen Bedingungen besser zurecht als kleine - 12.02.2021 19:44 Uhr

Einige Störche haben im vergangenen Herbst die Region nicht verlassen und hier überwintert, andere sind zum Teil schon wieder aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt. Die großen Vögel kommen mit den winterlichen Bedingungen gut zu Recht.

11.02.2021 © orestligetka


"Die großen Vögel sind durch ihr relativ dickes Gefieder gut geschützt und kommen gut ein bis zwei Wochen mit wenig oder sogar ganz ohne Nahrung aus", erklärt die LBV-Weißstorch-Expertin Oda Wieding. "Zusätzlich zu den uns langjährig bekannten ‚Winterstörchen‘ wurden dem LBV aktuell auch neue Beobachtungen von ersten Rückkehrern aus dem Winterquartier gemeldet", berichtet Wieding. Kleinere Vogelarten wie Blaumeise, Haussperling und Rotkehlchen sind stärker von den eisigen Temperaturen betroffen. Für diese Vögel kann eine gut gefüllte Futterstelle im Garten die ideale Unterstützung sein, um neue Energie zu tanken.

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Was flattert da eigentlich vor unseren Augen umher? Vom 8. bis 10. Januar 2021 findet wieder die "Stunde der Wintervögel" statt: Vogelfreunde sind aufgerufen, eine Stunde lang die Tiere am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und anschließend zu melden. Damit's etwas leichter fällt: Unser Überblick über die häufigsten Wintervögel in der Region.


Mit Beginn der winterlichen Witterung haben viele Menschen Bedenken, ob Störche mit Kälte und Schnee zurechtkommen. "Die tatsächlich hierbleibenden Störche finden genug Nahrung wie Mäuse und kleine Fische", sagt die LBV-Expertin. Ähnlich wie die Weißstörche in den südlichen Winterquartieren, suchen die Vögel auch bei uns Müllkippen und Kompostanlagen mit entsprechendem Mäuseangebot auf. Hierzu nehmen sie auch Strecken von bis zu 30 Kilometern in Kauf, da sie im Winter kein Nest und Revier verteidigen müssen. "Und wenn es doch Minusgrade gibt, haben Vögel ihre ‚Daunenjacke‘ ja bereits an und legen sich nachts zum Beine wärmen auch mal hin", erklärt Wieding.

Neben den rund 300 schon seit Jahren in Bayern überwinternden Störchen werden in den vergangenen Tagen bereits mehrere vorzeitig zurückgekehrte Störche zum Beispiel aus Spanien gemeldet. "Diese nehmen auf den Rückflug die zunehmend ungünstiger werdende Witterung in Kauf, um sich in Bayern rechtzeitig die besten Brutplätze zu sichern", sagt die LBV-Expertin. Sollte es über einen längeren Zeitraum kalt bleiben, könnten einige dieser Frühankömmlinge auch nochmal eine Winterflucht, wie zum Beispiel in Richtung Bodensee, antreten.

Anders als die großen Vögel wie Weißstörche brauchen unsere kleinen Singvögel mit weniger Körpervolumen jeden Tag Futter. Wer eine Futterstelle im Garten betreibt, an die sich die umliegenden Gartenvögel gewöhnt haben, sollte diese jetzt kontinuierlich füllen. Ansonsten kostet ein vergeblicher Anflug Arten wie Meisen, Sperlingen oder Finken nur unnötig Kraft.

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