Kinderzeche

125 Jahre Kinderzeche Dinkelsbühl: Brauerei startet Spendenaktion

12.4.2021, 12:12 Uhr
Das Glück, vom Dreißigjährigen Krieg verschont geblieben zu sein, feiert Dinkelsbühl traditionell mit einem farbenprächtigen Fest. Die Kinderzeche lockt jedes Jahr tausende Besucher an.

Das Glück, vom Dreißigjährigen Krieg verschont geblieben zu sein, feiert Dinkelsbühl traditionell mit einem farbenprächtigen Fest. Die Kinderzeche lockt jedes Jahr tausende Besucher an. © Ingrid Wenzel

125 Jahre Kinderzeche: Im kommenden Jahr feiert das Dinkelsbühler Heimatfest Jubiläum. Nachdem die traditionellen Feierlichkeiten bereits 2020 Corona-bedingt ausfallen musste, und nun erneut nicht stattfinden kann, sieht es finanziell alles andere als rosig für das nicht gewinnorientierte Kinder- und Heimatfest aus.

"Um alle Ausgaben stemmen zu können, also beispielsweise das Kurzarbeitergeld für unsere Mitarbeiter zu zahlen, mussten wir im letzten Jahr 85.000 Euro auftreiben", erklärt Maximilian Mattausch, Mitglied im Kinderzech-Vorstand. Dank zahlreicher Spenden von Privatleuten und Unternehmen kam damals ein hoher fünfstelliger Betrag zusammen - unter anderem auch von der ortsansässigen Brauerei Hauf, die nun erneut eine Spendenaktion gestartet hat.

Ein Euro pro Festbierkasten

Ein Euro soll pro verkauftem Festbierkasten für das Fest gespendet werden. "Bereits im vergangenen Jahr war die Aktion ein großer Erfolg", erklärt Florian Hauf von der gleichnamigen Brauerei. "10.000 Euro haben wir damals zusammenbekommen."

Wenn in diesem Jahr ein ähnlicher Betrag erwirtschaftet würde, wäre das laut Kinderzech-Vorstandsmitglied Mattausch ein großer Erfolg. "Wir haben unseren Finanzbedarf für 2021 durch gutes Wirtschaften bereits auf 55.000 Euro gedrückt. Eine ähnliche Summe aus dem Biererlös wie im letzten Jahr wäre großartig."


Kaum Beihilfen: Brauer stecken im historischen Bier-Tief


Die Kinderzeche ist in Dinkelsbühl der festliche Höhepunkt eines jeden Jahres und lockt tausende Besucher an. Die Stadt feiert damit das Glück, vom Dreißigjährigen Krieg verschont geblieben zu sein. Eine ganze Woche lang herrscht dann an der Wörnitz Ausnahmezustand.

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