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240 Gäste im China-Restaurant: So geht es für die Beteiligten weiter

Polizeieinsatz am Reformationstag: "Der Platz war sehr beengt" - 20.11.2020 17:05 Uhr

Am letzten Wochenende vor dem Lockdown sorgte ein rappelvolles Restaurant in Ansbach für einen Polizeieinsatz.

01.11.2020 © NEWS5 / Frank, NEWS5


Das Verfahren gegen den Inhaber eines asiatischen Restaurants läuft noch. Anne Ziegler, Pressesprecherin der Stabstelle des Oberbürgermeisters der Stadt, rechnet damit, dass der Bußgeld-Bescheid dem Betreiber in den nächsten Tagen zugeht. Eine Anhörung zum dem völlig aus dem Ruder gelaufenen vorletzten Öffnungstag vor dem Lockdown habe stattgefunden, wie Anne Ziegler feststellt.

Wie hoch das Bußgeld ausfalle, könne sie vorab nicht sagen, so die Pressesprecherin. Aber dem Wirt drohe eine Strafe in Höhe von bis zu 5000 Euro, so Anne Ziegler weiter. Ob sie nach der Zustellung eine genaue Zahl nennen könne, sei aus Datenschutzgründen noch unklar, erklärt die Pressesprecherin.

Gäste waren "Schulter an Schulter"

Rund 20 Beamte waren am Reformationstag Ende Oktober in dem Ansbacher Lokal im Einsatz. Ein Gast habe die Polizei gerufen, weil sich zu viele Personen in dem Restaurant aufgehalten haben, sagte Rolf Kühnhold, Leiter der Ermittlungsgruppe bei der Polizeiinspektion Ansbach, im Nachgang vor knapp drei Wochen. Rund 240 Gäste seien es gewesen, der Sicherheitsabstand sei häufig Fehlanzeige gewesen, so Kühnhold. "Die Gäste standen und saßen zum Teil Schulter an Schulter", erklärte er. "Auch vor dem Buffetbereich war der Platz sehr beengt."

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Eigentlich sei am Eingang eine Liste ausgelegen, um die Gäste zu registrieren. Doch dem seien nicht alle nachgekommen, stellte der Ermittlungsgruppenleiter fest. "Auf dem Parkplatz standen insgesamt 150 Autos, die teilweise in der zweiten und dritten Reihe geparkt haben", erklärte der Beamte. Der Wirt habe auch nicht für eine angemessene Belüftung gesorgt. Rund zwei Stunden habe der Einsatz gedauert.

"Wir haben von 240 Leuten die Personalien festgestellt. Es lief ganz problemlos ab", machte Rolf Kühnhold klar. "Die Gäste waren alle sehr kooperativ." Und sie sind mit einem blauen Auge davongekommen. Denn gegen die Besucher des Lokals seien keine weiteren Maßnahmen eingeleitet worden, sagte der Ermittlungsgruppenleiter.


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Diane Mayer

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