Ansbach: US-Kampfhelikopter als Dreckschleudern

4.3.2017, 07:51 Uhr
Haben die zusätzlichen Kampfhubschrauber am Standort Katternbach gravierende Auswirkungen auf die Luftqualität? Mit dieser Frage soll sich nun das Umweltbundesamt befassen.

Haben die zusätzlichen Kampfhubschrauber am Standort Katternbach gravierende Auswirkungen auf die Luftqualität? Mit dieser Frage soll sich nun das Umweltbundesamt befassen. © Foto: Hans-Bernd Glanz

Nach seinen Angaben haben die zusätzlichen Kampfhubschrauber am Standort Katternbach "gravierende Auswirkungen auf die Luftqualität und damit die Gesundheit der Menschen im Raum Ansbach."

Unter den 86 Kampfhubschraubern, die derzeit zusätzlich nach Katterbach und Illesheim verlegt werden, befinden sich laut Bundesregierung auch 24 Maschinen vom Typ "Chinook CH-47". Sie verbrauchen laut technischem Datenblatt 1840 Liter Kerosin pro 100 Kilometern im Normalflug. Das ist mehr Treibstoff als ein Jumbo-Jet auf gleicher Strecke benötigt (1300 Liter). Im Normalflug (265 km/h) verbrennt ein Chinook folglich 4875 Liter pro Stunde und damit etwa so viel wie ein neuwertiger Kleinwagen auf 100.000 Kilometern.

Die Feinstaubemissionen sind aufgrund der toxischen Zusatzstoffe im verwendeten Treibstoff und fehlender Katalysatoren freilich noch viel höher, sagt Weinberg über die "Dreckschleudern".

"Angesichts der Tatsache, dass die US-Armee 2017 monatlich rund 2000 Flugstunden in der Region durchführen will, dürfte die entstehende Luftverschmutzung größer sein als diejenige sämtlicher in der Stadt Ansbach zugelassener Pkws." Er gehe deshalb von einer "Gesundheitsgefährdung der hier lebenden Menschen durch die Aufrüstung aus".

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