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Ansbacher OB-Sessel ist heiß umkämpft

Gleich sieben Kandidaten bewerben sich — Carda Seidel tritt erneut als Parteilose an - 16.03.2014 10:24 Uhr

Carda Seidel hat sechs Mitbewerber um den Ansbacher Oberbürgermeisterposten. © dpa


Carda Seidel (49) trat vor sechs Jahren erstmals erfolgreich für die Bürgerinitiative Ansbacher Parteiloser (BAP) und die ÖDP an. Sechs Jahre lang musste sich die Parteilose Mehrheiten im Rathaus suchen. Moderieren ist ihre Stärke, sagt sie, Bürgernähe ihr Programm. Aber sie ist auch umstritten, dabei müht sie sich: „Es geht mir um Sachpolitik .“

Die CSU will zum ersten Mal seit 24 Jahren wieder mit einem eigenen OB-Kandidaten punkten. Thomas Deffner (47) ist als Bürgermeister derzeit OB-Stellvertreter. Allerdings allzu freundschaftlich ist der Kontakt an der Stadtspitze wohl kaum. Er wirft Carda Seidel vor, ihn zu wenig in Entscheidungen eingebunden zu haben, was die Oberbürgermeisterin nicht gelten lassen will.

Doch Deffner hat im konservativen Lager ein hausgemachtes Problem. Seine Parteifreundin Elke Homm-Vogel (49)) will ebenfalls den OB-Sessel. Weil sie von der CSU nicht ins Rennen geschickt wurde, besorgte sich die Geschäftsführerin des Einkaufszentrums „Brückencenter“ das Ticket bei den Freien Wählern.

Der lachende Vierte

Sozialdemokrat Martin Porzner ist in diesem Fall der lachende Vierte, wenn sich die anderen gegenseitig die Stimmen abjagen. Der 47 Jahre alte Finanzjurist verfügt in Wirtschaft, Sport, Kultur und auch bei der Arbeiterwohlfahrt über vielfältige Kontakte. Mit dem optimistischen Motto „Ansbach kann mehr“, legte er den Finger in einige Wunden wie die Schlaglöcher auf Ansbachs Straßen oder die sozialen Probleme in der „Beamtenstadt“ — ein irreführener Begriff, obgleich in der MarkgrafenStadt etliche Behörden angesiedelt sind, gibt es dort unter den 40.000 Einwohnern einige sozial benachteiligte Menschen.

Aber auch der Sozialdemokrat und langjährige Stadtrat Porzner hat Konkurrenz, im linksliberalen Spektrum. Die Grünen haben mit Christian Schoen einen eigenen Kandidaten aufgestellt, ebenso die „Offene Linke“ mit Boris-André Meyer; und die FDP hat sich mit den Piraten auf den insgesamt siebten Kandidaten, Rüdiger Silberer,  für die OB-Wahl in Ansbach verständigt.

Wer am Ende die Nase vorn hat? Wetten auf die einzelnen Kandidaten in der Bezirkshauptstadt gelten als schwierig. Die Wahrscheinlichkeit einer Stichwahl ist hoch.

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LORENZ BOMHARD

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