Kollege rettete sich durch Sprung

Bei Ansbach von Zug erfasst: Bahnmitarbeiter in Lebensgefahr

Tobi Lang
Tobi Lang

Online-Redakteur

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2.11.2021, 13:55 Uhr
Täglich wird auf deutschen Bahnstrecken gebaut. Zwischenfälle sind eher selten. 

Täglich wird auf deutschen Bahnstrecken gebaut. Zwischenfälle sind eher selten.  © Federico Gambarini (dpa)

Noch ist völlig unklar, wie es zu dem schweren Zwischenfall kommen konnte. Der Mann sei wegen Arbeiten zwischen Nürnberg und Ansbach auf den Gleisen gewesen - ein Teil der Strecke sei deshalb auch für den Bahnverkehr gesperrt gewesen. Um 0.32 Uhr, so skizziert es die Polizei, habe er sich aber mit einem Kollegen in einem Bereich aufgehalten, der für den Zugverkehr freigegeben war.

Ein Zug erfasste den Mann frontal. Sein Kollege habe sich durch einen Sprung zur Seite rechtzeitig in Sicherheit bringen können, so das Präsidium Mittelfranken. Warum die beiden Arbeiter sich in dem freigegeben Streckenabschnitt bewegten, bleibt unklar. Auch deshalb ermittelt jetzt die Kripo. Experten sollen klären, wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte.

Der Mann erlitt bei der Kollision lebensgefährliche Verletzungen. Er wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Fahrgäste des Zuges blieben zumindest äußerlich unversehrt. "Augenzeugen und das Personal wurden vor Ort durch Notfallseelsorger betreut", teilt das Präsidium Mittelfranken mit.


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