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Bundestagswahl 2021: Das sind die Kandidaten im Wahlkreis Ansbach

Aktueller Vertreter ist Artur Auernhammer (CSU) - 19.02.2021 09:46 Uhr

Im Herbst 2021 sind wieder Erst- und Zweitstimme zu vergeben.

05.10.2020 © Rolf Vennenbernd, NN


Welche Orte gehören zum Wahlkreis Ansbach?

Die kreisfreie Stadt Ansbach, der Landkreis Ansbach und der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen bilden bei der Bundestagswahl 2021 einen Wahlkreis mit 321.000 Einwohnern. Damit ist der Zuschnitt des Wahlkreises - anders als bei Fürth und Erlangen - seit der letzten Wahl gleich geblieben.

Die Wahlbeteiligung lag zur Bundestagswahl 2017 bei 76,5 Prozent, es gab 243.0000 Wahlberechtigte. In den bisherigen 20 Wahlen gewann im Wahlkreis Ansbach jeweils der Direktkandidat der CSU. 2017 war dies Artur Auernhammer, der aktuell Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft und im Sportausschuss ist.

Wer tritt zur Bundestagswahl 2021 an?

Einige Kandidaturen für den Wahlkreisabgeordneten sind bereits bekannt.

Kandidat der SPD ist der ehemalige Landtagsabgeordnete Harry Scheuenstuhl, der sich 2020 um den Oberbürgermeisterposten in Rothenburg bemüht hatte. Der Umweltingenieur war von 1996 bis 2013 Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Wilhermsdorf und anschließend bis 2018 Mitglied des Bayerischen Landtags. Als wichtige Schwerpunkte nennt Scheuenstuhl soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz.

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Was Sie über die Bundestagswahl 2021 wissen sollten

Zweitstimmen, Überhangmandate, aktives und passives Wahlrecht: Es gibt viele Dinge, die man über eine Bundestagswahl wissen sollte. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, haben wir hier das Wichtigste für Sie zusammengefasst.


Für die Grünen tritt wie 2017 Herbert Sirois aus Feuchtwangen an. Der Hochschuldozent und Historiker nennt als Motivation für seine Kandidatur den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Diesen seien, "auch eingedenk der Verantwortung für die kommenden Generationen, der besonderen Fürsorge jedes einzelnen und der staatlichen Gemeinschaft anvertraut."

Die Freien Demokraten haben den Ansbacher Bankbetriebswirt und Immobilienhändler Florian Wittmann nominiert. Er will sich dafür einsetzen, dass Grundwerte der Demokratie angesichts gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen erhalten bleiben.

Für die Linke tritt der Weißenburger Erkan Dinar an. Dessen Nominierung zum Direktkandidaten hat parteiintern für Spannungen gesorgt, unter anderem, weil gegen Dinar ein Ausschlussverfahren aus dem Linken-Kreisverband Ansbach/Weißenburg läuft.

Die ÖDP nominierte im Januar den Diplom-Betriebswirt und Studienrat Kilian Welser aus Gunzenhausen. Er erklärte: "Wem die Umwelt wichtig ist, und wer ökologische Themen stärker in der Politik vertreten sehen will, der kommt an der ÖDP nicht vorbei."

Wie wird gewählt?

Die Wähler haben zwei Stimmen: Mit der Erststimme wird der oder die Wahlkreisabgeordnete im Wege der Direktwahl gewählt. Sie wird auf der linken Stimmzettelhälfte abgegeben.

Mit der Zweitstimme, die auf der rechten Stimmzettelhälfte vergeben wird, wählt man die Landesliste einer Partei. Die Anzahl der insgesamt auf die Landesliste entfallenden Stimmen gibt dann den Ausschlag dafür, wie viele Sitze die Liste enthält und welche Bewerber zusätzlich zu den Gewinnern der Direktwahlen in den Bundestag einziehen.


Was Sie über die Bundestagswahl 2021 wissen sollten


Insofern trotz Corona im Wahllokal gewählt werden kann, darf man nicht vergessen, seine Wahlbenachrichtigungskarte mit zu nehmen und vorzuzeigen, um die Wahlunterlagen zu erhalten. Und auch der Personalausweis schadet nicht: Der Wahlvorstand kann das Vorzeigen des Ausweises verlangen, obligatorisch ist das allerdings nicht. Wo man wählt, erfährt man vorab per Post. Möchte man am Wahltag nicht den Gang zur Urne antreten, kann man sich im Vorfeld alternativ für die Briefwahl entscheiden.

sima

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