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Montag, 16.09.2019

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Drei Menschen sterben bei Unfall in Mittelfranken, viele Schwerverletzte

Autos kollidierten an Kreuzung - Mehrere Rettungshubschrauber im Einsatz - 04.08.2019 20:46 Uhr

Dieser Wagen wurde offenbar seitlich von einem anderen Fahrzeug erfasst. © News5/Oßwald


Auf der Verbindungsstraße zwischen Bettenfeld und Herrnwinden reihte sich ein Krankenwagen an den nächsten. Unweit der Fahrbahn landeten drei Hubschrauber - ein Großaufgebot an Rettungskräften war notwendig, um die vielen Schwerverletzten zu versorgen. Hier, auf der Verbindungsstraße zwischen dem Rothenburger Ortsteil Herrnwinden und der Gemeinde Buch kollidierten am Sonntagnachmittag drei Fahrzeuge. Zwei Menschen starben, sieben verletzten sich schwer.

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Unfall im Landkreis Ansbach: Drei Menschen sterben - weitere verletzt

Am Sonntagnachmittag ereignete sich auf der Kreuzung zwischen der Staatsstraße 1040 und der Abzweigung nach Bettenfeld (Landkreis Ansbach) ein schwerer Verkehrsunfall. Zwei Menschen verloren dabei unmittelbar ihr Leben, sieben weitere Personen wurden teils schwerst verletzt. Eine der Verletzten, eine 19-jährige Frau, erlag in der Nacht auf Montag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.


Wohl gegen 14.50 Uhr überquerte der Fahrer eines Ford die Staatsstraße in Richtung Bettenfeld. Er missachtete dabei nach Angaben eines Polizeisprechers ein Stopp-Schild. Es kam zum Zusammenstoß mit einem VW Golf, der von rechts in den Kreuzungsbereich einfuhr. Durch den heftigen Aufprall wurde der Volkswagen auf einen an der Kreuzung wartenden Peugeot geschleudert.

Die fünf Insassen des Ford verletzten sich allesamt schwer. Zwar habe der Rettungsdienst sofort eine Reanimation eingeleitet, für zwei Menschen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie starben noch an der Unfallstelle. Zwei Insassen des VW sowie zwei im Peugeot erlitten ebenfalls schwere Verletzungen. Sie wurden in Kliniken gebracht.

Schaulustige störten Rettungskräfte

"Während die Rettungskräfte alle Hände voll zu tun hatten, kam es immer wieder zu Störungen durch Passanten und Neugierige", berichtet Stefan Schuster, Leiter der Polizeiinspektion Rothenburg. Zusätzliche Beamte mussten die Schaulustigen von der Unfallstelle verweisen. Insgesamt waren bei dem Vorfall 60 Feuerwehrleute, 30 Rettungssanitäter, fünf Notärzte und drei Hubschrauber im Einsatz. Auch ein Notfallseelsorger wurde hinzugezogen. Nachdem die Toten und Verletzten abtransportiert waren, gab es laut Polizei eine kleine Andacht an der Unglücksstelle.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter berufen. Er soll den genauen Unfallhergang rekonstruieren. Dabei setzte er auch eine Drohne ein. Die Staatsstraße sowie die Kreisstraße in Richtung Bettenfeld waren bis in den Sonntagabend hinein komplett gesperrt.

Dieser Artikel wurde am Montag um 8:06 Uhr aktualisiert: In der Nacht auf Montag starb ein weiteres Opfer des Unfalls im Krankenhaus.


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