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Explosion in Ansbach: Wohnhaus sollte zwangsversteigert werden

Brand brach im Anschluss im Gebäude aus - Kripo ermittelt zur Ursache - 08.11.2019 10:57 Uhr

Das Ansbacher Reihenhaus nahm bei der Explosion deutlichen Schaden.

© NEWS5/ Höfig


Noch bis zum Freitag wird die Ansbacher Humboldtstraße komplett gesperrt sein, etliche Kräfte von Polizei, Feuerwehr und auch das THW sind am späten Donnerstagabend noch vor Ort. Hier, in einem Reiheneckhaus auf Höhe der Hausnummer 55 ereignete sich gegen 13.30 Uhr eine Explosion. Anschließend entwickelte sich ein größerer Brand, bei dem das komplette Gebäude stark beschädigt wurde, so die Polizei.

Die Feuerwehr und Rettungskräfte rückten sofort mit einem großen Aufgebot aus, denn es war nicht auszuschließen, dass sich noch jemand in dem Haus befinde, sagte die Polizei noch am Nachmittag. In dem Reihenhaus seien insgesamt drei Bewohner gemeldet. Zu einem der Bewohner konnten die Einsatzkräfte keinen Kontakt herstellen.

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Reihenhaus explodiert in Ansbach: Mann tot geborgen

Im mittelfränkischen Ansbach ist am Donnerstag ein Reiheneckhaus explodiert. Die Rettungskräfte haben am Nachmittag eine männliche Leiche tot geborgen, sagte ein Polizeisprecher. Im Einsatz seien zudem zwei Feuerwehrleute leicht verletzt worden. Derzeit werde die Statik des stark beschädigten Hauses geprüft. Die Ursache für die Explosion war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei in Ansbach hat die Ermittlungen übernommen.


Einem Großaufgebot der Feuerwehren aller umliegenden Gemeinden, insgesamt waren 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und THW im Einsatz, gelang es schließlich, gegen 16 Uhr den Brand zu löschen. Doch weil man nicht abschätzen konnte, ob auch die Statik des Hauses in Mitleidenschaft gezogen wurde, konnten die Einsatzkräfte längere Zeit nicht in das Gebäude vordringen.

Gegen 17.30 Uhr fanden Helfer dann einen Mann leblos in einer der Wohnungen vor, wie Michael Petzold, Pressesprecher der Polizei Mittelfranken mitteilte. Der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Die Leiche wurde mittlerweile geborgen. Noch am Abend konnte die Polizei bestätigen, dass es sich bei dem Toten um den, zunächst vermissten, 58-Jährigen Bewohner des Hauses handelt.

Das THW sicherte mit Stützbalken die Statik des Hauses ab. Auch die Feuerwehr hielt über Nacht Brandwache, teilte Petzold mit. Seit Freitagmorgen ist die Spurensicherung mit Experten der Kriminalpolizei Ansbach vor Ort, denn noch sind viele Fragen nicht geklärt. Darunter auch, wie es überhaupt zu der Explosion kommen konnte. Den Schaden schätzten die Ermittler vorläufig auf mehrere Hunderttausend Euro. Zwei Helfer der Feuerwehr erlitten beim Einsatz außerdem leichte Blessuren, sie mussten vom Rettungsdienst vor Ort behandelt werden. Das Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Das Anwesen in der Humboldtstraße war zur Zwangsversteigerung ausgeschrieben. Stichtag für die Versteigerung war ursprünglich der Dienstag, 12. November. Laut Angaben der Fränkischen Landeszeitung lag der Verkehrswert des Hauses vor der Explosion bei 310.000 Euro.

Dieser Artikel wurde am Freitag gegen 11 Uhr aktualisiert.


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jm, amh

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