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Montag, 13.07.2020

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Jürgen Ludwig: Landratskandidat für den Kreis Ansbach

Jürgen Ludwig © Foto Schönherr, Dinkelsbühl


Name:

Jürgen Ludwig


Alter:

50


Beruf:

Landrat


Wohnort:

Dinkelsbühl


Partei:

CSU


Liste:

CSU


Amtsinhaber:

seit 2012


E-Mail:

juergen.ludwig-dkb@gmx.de

Website

https://csu-ansbach-land.de/



Mit mir an der Spitze werden sich in den nächsten sechs Jahren diese drei Dinge als erstes ändern:

(1) Ich will die Mobilität auf Straße und Schiene stärken. Daher wird der Kreisstraßenbau auf hohem Niveau gehalten und ab 2020 Radwegebauten der Kommunen entlang von Kreisstraßen bezuschusst. Bei den Busverbindungen wird es mehr Verbindungen am Wochenende und in den Ferien geben. Gemeinsam mit den Gemeinden wird der Landkreis flexible Bedarfsverkehre finanzieren. Ganz wichtig ist, die Barrierefreiheit im Öffentlichen Verkehr voranzubringen, u.a. bei den Haltestellen. Ich will, dass die Bahnverbindungen ausgebaut werden: mit der S-Bahn-Verlängerung nach Crailsheim, Taktverdichtungen zwischen Ansbach und Nürnberg, dem Ausbau des Fernverkehrs sowie der Wiederaufnahme von Personenverkehr auf den Strecken Dombühl-Nördlingen und Gunzenhausen-Nördlingen. Das 365-Euro-Ticket für junge Leute wird 2020 eingeführt. (2) Ich will die Unterstützung für Menschen in besonderen Lebenslagen stärken: daher halte ich fest an der Krankenhausversorgung durch den Landkreis Ansbach an den Standorten Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg sowie an der Praxisklinik Feuchtwangen. Ich will den weiteren Ausbau der Tagespflege, die Förderung der ambulanten Pflege, den Aufbau einer Pflegeberatung im Landratsamt sowie die Einrichtung eines stationären Hospizes im Landkreis Ansbach. Die weitere Förderung von Barrierefreiheit, Inklusion und Integration ist wichtig. (3) Ich will, dass Umwelt- und Klimaschutz eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft wird, die wir positiv und mit Augenmaß angehen: mit Respekt vor unseren Landwirten und der älteren Generation, aber auch mit dem Nachdruck der jungen Generation. Energetische Sanierungen werden fortgeführt, ein integriertes Klimaschutzkonzept erarbeitet sowie das Netzwerk „ArtenLandkreisAnsbach“ ausgebaut. Die Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien muss weiter vorankommen. Gleiches gilt für regionale Produkte. Landschaftspflege und Förderprojekte zum Artenschutz (z.B. Wiesenbrüter, Streuobstwiesen) werden ausgebaut.

Das größte Ärgernis in meiner Gemeinde/Stadt/in meinem Landkreis ist…

…, dass die Gesundheitsversorgung in ländlichen Räumen zunehmend unter den weiteren Verschärfungen der Gesundheitspolitik des Bundes, den Zielen der Krankenkassen ("Krankenhäuser unter 500 Betten künftig nur noch die Ausnahme") und dem Fachkräftemangel leidet. Wir brauchen in einem Flächenlandkreis mit großen Entfernungen eine hochwertige Versorgung durch Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung in Dinkelsbühl und Rothenburg, die bestimmte Spezialisierungen aufweisen. Und wir benötigen für Westmittelfranken den Schwerpunktversorger Klinikum Ansbach für weitergehende Untersuchungen und Behandlungen. Leider werden die Leistungen der Krankenhäuser im aktuellen Vergütungssystem des Gesundheitswesens nicht auskömmlich finanziert, sodass ein großer Teil der deutschen Krankenhäuser Verluste schreibt. Der Trend zu größeren Einheiten, z.B. durch die Einführung und ständige Erhöhung von sog. „Mindestmengen“, macht es immer schwerer, in ländlichen Räumen Krankenhäuser zu betreiben. Auch die Absicht des Bundesgesundheitsministeriums, sog. „Integrierte Notfallzentren“ in nur wenigen Krankenhäusern einzuführen, wendet sich gegen den ländlichen Raum. Für Notfälle, Geburten, Versorgung des täglichen Bedarfs und die älter werdende Gesellschaft ist eine wohnortnahe Versorgung aber entscheidend. Auch muss das Berufsfeld Pflege wieder attraktiver gemacht werden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ich werde daher an einer Krankenhausversorgung durch den Landkreis Ansbach an den Standorten Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg sowie an der Praxisklinik Feuchtwangen festhalten. Dies gilt auch für die ambulante Versorgung durch die Praxen der Medizinischen Versorgungszentren in der Trägerschaft unserer Krankenhäuser.

Dafür würde ich auf der Straße demonstrieren:

Bessere Rahmenbedingungen für die Gesundheitsversorgung in ländlichen Räumen.

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