Urteil des Landgerichts Ellwangen

Kleinkind misshandelt und getötet: 33-Jähriger aus Kreis Ansbach muss 14 Jahre in Haft

18.5.2022, 13:07 Uhr
Zum Auftakt des Prozesses saß der 33-jährige Angeklagte mit gesenktem Kopf auf der Anklagebank. Der Mann aus dem Landkreis Ansbach hatte nach Überzeugung des Gerichts das Kleinkind seiner Lebensgefährtin so schwer misshandelt, dass es starb.

© Stefan Puchner/dpa Zum Auftakt des Prozesses saß der 33-jährige Angeklagte mit gesenktem Kopf auf der Anklagebank. Der Mann aus dem Landkreis Ansbach hatte nach Überzeugung des Gerichts das Kleinkind seiner Lebensgefährtin so schwer misshandelt, dass es starb.

Es gebe nicht den Hauch eines Zweifels an der Schuld des Angeklagten, sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung am Mittwoch. Der Lebensgefährte der Mutter des getöteten Jungen muss wegen Totschlags und schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen in Haft.

Der Mann aus dem bayerischen Landkreis Ansbach hat nach Überzeugung des Gerichts dem Kleinkind seiner Lebensgefährtin im September und Oktober 2021 in Bopfingen (Ostalbkreis) durch stumpfe Gewalt zahlreiche Verletzungen und Bisswunden zugefügt. Durch einen Tritt in den Bauch soll er den Kleinen letztlich tödlich verletzt haben, so dass der knapp Zweijährige am 21. Oktober 2021 im Krankenhaus starb. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Mit dem Kindsvater zerstritten gewesen

Der Angeklagte kümmerte sich den Angaben zufolge regelmäßig auch alleine um das Kind seiner Lebensgefährtin. Mit dem leiblichen Vater des Jungen war der Angeklagte laut Anklageschrift zerstritten.

Zu den Hintergründen des Streits hatte die Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben gemacht. In dem Konflikt soll aber das Motiv der mutmaßlichen Tat begründet sein. Der damals 32-Jährige soll den Jungen misshandelt haben, weil dieser ihn an den von ihm gehassten leiblichen Kindsvater erinnert haben soll. Und diesen Hass habe er schließlich auf den Jungen übertragen, gab sich die Staatsanwaltschaft während der Beweisaufnahme überzeugt.

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