Museum der französischen Fremdenlegion in Schillingsfürst

10.6.2015, 20:37 Uhr
Heinrich Back (links) aus der Nähe von Mannheim und Hermann Schelchshorn aus Erlangen haben ihre Kontakte zu ehemaligen Legionären genutzt, um Ausstellungsstücke für das neue Museum in Schillingsfürst im Landkreis Ansbach zu bekommen.

Heinrich Back (links) aus der Nähe von Mannheim und Hermann Schelchshorn aus Erlangen haben ihre Kontakte zu ehemaligen Legionären genutzt, um Ausstellungsstücke für das neue Museum in Schillingsfürst im Landkreis Ansbach zu bekommen. © Lorenz Bomhard

Die Ausstellung erinnert an das Jahr 1792, als in Schillingsfürst französische Royalisten die "Legion Hohenlohe" gründeten, die Vorgängerin der späteren Fremdenlegion. Die Royalisten waren vor den Revolutionswirren in Frankreich geflohen und hatten sich vorübergehend im Schloss eingerichtet. Plötzlich gab es dort spätfeudales, höfisches Leben mit Konzerten und Jagden.

Doch die Royalisten wollten die Macht zurückerobern und rekrutierten Bauernburschen. Wo heute das Schlosscafe betrieben wird, war die erste Kaserne der Fremdenlegion.

Die Schau zeigt Uniformen, Orden, Waffen und Ausrüstungen der Legionäre. Ehemalige Fremdenlegionäre aus Deutschland haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Stücke – viele aus Privatbesitz – jetzt in Schillingsfürst sind.

Die Einweihung des Museums wird mit viel militärischem Prunk vollzogen. Etliche französische Generäle haben sich für die Feierlichkeiten am Samstag angesagt. Ab Sonntag ist das neue Museum öffentlich zugängig.

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