"myturns": Diese nachhaltigen Sneaker kommen aus Ansbach

11.4.2021, 12:24 Uhr
So sehen die nachhaltigen Sneaker des Ansbacher Labels

So sehen die nachhaltigen Sneaker des Ansbacher Labels "myturns" aus. © startnext

Katja Wagner gehört das Start-up "myturns". "myturns"-Schuhe sind nachhaltig "lässige Sneaker", die den Voraussetzungen der Gründerin entsprechen. Schon 2019 hatte sie die Idee, sportliche und nachhaltige Schuhe auf den Markt zu bringen, da der gegenwärtige Schuhmarkt noch nicht so nachhaltig wäre, wie er eigentlich sein müsste, meinte sie. Für Katja Wagner stehen faire Bedingungen für Umwelt und Menschen im Vordergrund: Für die Herstellung werden recycelte Materialien verwendet und faire Löhne gezahlt. Um lange Transportwege, kaum nachvollziehbare Lieferketten und oft unmenschliche Produktionsbedingungen zu verhindern, entschied Katja Wagner, die Produktion ins europäische Land Portugal zu verlagern.

Idee in Ansbach, Produktion in Portugal

Katja Wagners Label bietet bisher zwei Modelle an, jeweils auf 200 Paar limitiert. Von dem für die Herstellung benötigten Material wird 60 Prozent wiederverwertet, erklärt die Gründerin. Sie kennt sich besonders gut mit Materialien aus, da sie ein Studium der Textilbetriebswirtschaft bereits absolviert hat. Außerdem erwarb sie neben ihrem Job noch einen Bachelorgrad in Strategischem Management an der Hochschule Ansbach am Campus Weißenburg.

Als ihr 2019 die Idee einfiel, war gerade die Corona-Pandemie ausgebrochen. Obwohl das Projekt wegen dem Coronavirus zu scheitern schien, fand Katja Wagner eine Alternative. Seit April können nun "myturns"-Schuhe in Portugal hergestellt werden. Allerdings wünscht sich Katja Wagner, ihre Turnschuhe in Deutschland zu produzieren. "Die Risikobereitschaft war super gering, und wir fanden keine mittelständischen Unternehmen, die einen Teil der Projektkosten tragen wollten", berichtete sie der Fränkischen Landeszeitung. Außerdem erklärte sie, dass die Mindermengen-Zuschläge für die kleine Menge zu Beginn zu hoch gewesen wären.

Gründung und Finanzierung

Katja Wagner und ihr Team wurden von der Gründungsberatung der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Wirtschaftsförderung der Stadt Ansbach unterstützt. Zudem setzte sich der Pixel-Campus der Hochschule am Johann-Sebastian-Bach Platz für die junge Firma ein. Fabian Tremel und Valentina Maglieri vom Pixel-Campus zielen darauf ab, "Studierenden durch diverse Praxisobjekte einen noch besseren Abschluss zu ermöglichen". Das Logo von "myturns" wurde beispielsweise von den Projektleitern Fabian Tremel, Laura Auerswald und Chiara Rögele erstellt. Die Crowdfunding-Kampagne wurde ebenso von einem Hochschulabsolventen, Marc Karpinski, betreut.

Die Gründerin teilte mit, dass schon 20.000 Euro in das Projekt geflossen sind, dies sei aber nicht genug: 20.000 Euro müssen noch investiert werden, um fertige Schuhe zu bekommen. Katja Wagner wünscht sich, dass das Benötigte aus der Crowdfunding-Kampagne kommt. Das erste Fundingziel ermöglicht die Produktion von 100 Paar "myturns" Sneakern und deckt einen Teil der entstandenen Kosten für die Entwicklung sowie Gründung. Bis Freitag (09.04.) gingen bereits 11.539 Euro ein. Wenn die Kampagne erfolgreich ist, "könnte die eine oder andere Fachkraft im Bereich Schuh langfristig wieder einen Job in der Region erhalten", sagte die Gründerin.

Katja Wagners Projekt können Sie unter www.startnext.com/myturns unterstützen.

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