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Neuer Brennpunkt in Ansbach? Randale am Herrieder Tor

Schlägereien häufen sich - Polizei zeigt vermehrt Präsenz - 08.11.2018 15:12 Uhr

Das Herrieder Tor ist Ansbachs Wahrzeichen am Rande der Altstadt. Am Vorplatz kam es in den letzten Wochen vermehrt zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. © privat


Wie die Polizei mitteilt, begann der Streit gegen 16.30 Uhr damit, dass ein 25-Jähriger mit einem Gürtel auf einen 23-Jährigen eindrosch. Daraufhin revanchierte sich der Angegriffene mit einem Faustschlag ins Gesicht des 25-Jährigen. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung warf ein anderer Mann noch einen Stuhl nach dem 25-Jährigen. Dieser verfehlte ihn nur knapp.

Die Polizei ermittelt nun gegen alle Beteiligten wegen gefährlicher Körperverletzung. Der 23-Jährige hatte im Rahmen des Streits noch eine 21-jährige Frau beleidigt. Sie erstattete Anzeige. Die anderen Personen der Gruppe waren nach Polizeiangaben nur verbal in den Streit verwickelt. Worum es genau ging, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Keiner der Beteiligten war jedoch alkoholisiert oder stand unter Drogeneinfluss.

Brennpunkt am Rande der Altstadt

In den letzten Wochen gab es immer wieder Polizeieinsätze rund um das Herrieder Tor wegen Handgreiflichkeiten und Schlägereien. Anfang September mussten elf Streifenbesatzungen insgesamt 30 Personen in der Maximilianstraße voneinander trennen. Ein Betrunkener sollte damals vom Rettungsdienst versorgt werden, allerdings traten er und die anderen Personen aggressiv gegenüber den Sanitätern auf. Die Lage drohte "außer Kontrolle zu geraten", schrieb damals die Polizei in ihrem Bericht.

Seit dem Vorfall zeigen die Beamten vermehrt Präsenz an dem Ansbacher Brennpunkt. Die Kollegen würden sich längere Zeit vor Ort aufhalten und die Lage beobachten, teilte ein Sprecher der Ansbacher Polizei mit. Ebenso sei vor Kurzem auch ein Hundeführer am Herrieder Tor im Einsatz gewesen. Die Einsätze geschehen in enger Abstimmung mit der Stadt, wo die Sicherheitslage rund um die Maximilianstraße nach einem Bericht der Fränkischen Landeszeitung auch schon Thema war. Mehere Stadtratmitglieder würden sich wegen "herumlungernder Gruppen" nicht mehr sicher fühlen. Die Ansbacher Polizei betont allerdings, dass die Handgreiflichkeiten nur gruppenintern stattfinden würden. Unbeteiligte Passanten seien bislang nicht zu Schaden gekommen.


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