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Sana soll die Kliniken im Raum Ansbach sanieren

Klinikverbund legt in der Privatisierungsfrage eine Kehrtwende hin - 25.02.2017 05:45 Uhr

Der Klinikverbund ANregiomed ist finanziell angeschlagen - Sana soll nun in die Rettung bringen. © flz


"Eine Privatisierung des Unternehmens ist aber in keinster Weise geplant", bemüht sich Rainer Seeger, Sprecher des Klinikverbundes, zu sagen.

ANregiomed plagt sich mit einem gewaltigen Defizit. Einem Minus von 15,2 Millionen Euro im Jahr 2016 sollen in diesem Jahr weitere 10,9 Millionen Euro folgen. Im Januar entschied der Verwaltungsrat deshalb, die Geschäftsbesorgung öffentlich auszuschreiben.

Doch wenig später folgte die Kehrtwende. "Uns wurde ein überarbeiteter Wirtschaftsplan vorgelegt, aus dem eine weitere Verschlechterung deutlich wurde. Wir hatten keine Zeit mehr für eine Ausschreibung, wir brauchten eine schnelle Lösung", verdeutlicht Ansbachs Oberbürgermeisterin Carda Seidel. Fünf Kandidaten durften sich vorstellen, die Wahl fiel auf Sana. "Sie waren einfach am überzeugendsten und erfahrensten", betont Seidel. Sana hat etwa auch die Geschäftsführung des Caritas-Krankenhauses St. Josef in Regensburg inne.

Dem Verwaltungsrat soll bereits bei der nächsten Sitzung am 22. März ein Vertrag zur Abstimmung vorgelegt werden, der bis Ende 2020 laufen soll. 
"Sana soll den Betrieb so ertüchtigen und optimieren, dass wir danach erfolgreich arbeiten können", meint Seidel.

Komplett die Zügel aus der Hand geben wollen Stadt und Landkreis Ansbach dabei allerdings nicht. Die kommunale Trägerschaft ist nicht verhandelbar. Auch alle vier Standorte sollen zwingend erhalten bleiben. Drohen könnte allerdings noch der Einspruch anderer Anbieter gegen das Vergabeverfahren. 

Auch das Klinikum Offenbach wurde an den Krankenhauskonzern Sans verkauft: Für einen symbolischen Betrag von einem Euro.

  

Martin Müller

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