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Wieder Streiks auf fränkischen Stützpunkten der US-Armee

Gewerkschaft kritisiert "unzureichendes Angebot" für zivile Beschäftigte - 13.11.2019 19:06 Uhr

Der Standort Katterbach, wo viele Kampfhubschrauber stationiert sind, gehört zu den größten in Deutschland. © Foto: Nicolas Armer/dpa


Rund 3000 zivile Kräfte sind allein auf den Stützpunkten in Bayern stationiert, viele von ihnen in Franken an den Standorten Ansbach und Illesheim. Für sie geht es während der Tarifverhandlungen um gut sechs Prozent mehr Lohn, außerdem fordert die Gewerkschaft Verdi "signifikante Verbesserungen bei den Einstiegsgehältern und Auszubildenden". Doch die Arbeitgeber bewegen sich nicht, auch die zweite Tarifrunde blieb ohne Ergebnis.

Eine Erhöhung von lediglich 1,4 Prozent sei bislang vorgelegt worden, teilt Verdi mit. "Das ist ein völlig unzureichendes Angebot", sagt Peter Schmitt-Moritz, zuständiger Gewerkschaftssekretär für Mittelfranken. Er hofft auf verbesserte Konditionen in der dritten Runde, die am 18. November beginnen soll.

Gestreikt wird jetzt dennoch erneut. Alle Beschäftigte an den Standorten Illesheim und Ansbach werden für den kommenden Monat aufgerufen, ganztägig ihre Arbeit niederzulegen. "Damit wollen wir unserer Verhandlungskommission den Rücken stärken und den Arbeitgebern nochmals ein deutliches Signal geben, dass die Beschäftigten ihr bisheriges Verhalten als wenig wertschätzend empfinden", sagt Schmitt-Moritz. "Besonders enttäuschend finden wir, dass die Arbeitgeber jegliche Stellenbesetzungsprobleme bestreiten und offensichtlich nicht begreifen wollen, dass es dringend geboten ist sich als Arbeitgeber attraktiver zu machen."

tl

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