Samstag, 16.11.2019

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Auch kleine Orte profitieren

LAG-Aischgrund-Vorstand befasste sich mit drei Projekten - 21.10.2019 16:35 Uhr

Der ungewöhnliche Glockenturm in Bergsthofen soll saniert und das Läutwerk automatisiert werden. Der LAG-Vorstand befürwortete die LEADER-Förderung des Projektes. © Harald Weigand


Die Fördergelder verteilen sich auf drei Projekte, deren förderfähige Kosten sich auf insgesamt 212.000 summieren. Allen drei Vorhaben ist gemein, dass Räume umgestaltet und mit neuer Ausstattung bestückt werden. Außerdem kam der Anstoß, tätig zu werden, in den drei Fällen aus der Bevölkerung. So etwa in Arnshöchstadt, einem kleinen Ortsteil der Gemeinde Dachsbach, wo die mit über 100.000 Euro Gesamtkosten größte der drei beschlossenen Maßnahmen angesiedelt ist.

Wie LAG-Managerin Anne Billenstein ausführte, ist die Arnshöchstädter Ortsmitte um ein altes Viehwaagen-Häuschen und einen daran angehängten, ebenfalls nicht gut genutzten Busunterstand derzeit wenig attraktiv. Im Rahmen des LEADER-Projekts sollen beide Objekte entfernt werden. Die sehr breite Straße wird zurückgebaut und so mehr Fläche gewonnen. Geplant sind neben Pflasterarbeiten die Pflanzung mehrerer Bäume und eine weitere Begrünung des Areals. Zudem entsteht ein größerer Unterstellpavillon mit Zeltdach und Sitzgelegenheiten; die Straßenleuchte wird durch eine neue Lampe mit größerer Strahlkraft ersetzt.

„Ein feines Vorhaben“, lautete die einhellige Meinung der LAG-Vorstände. Nicht zuletzt, weil damit auch kleine Orte und deren Bewohner in den Genuss der Fördermittel kommen, was einem grundlegenden Ziel der LAG Aischgrund entspricht.

Über eine markante Ortsmitte verfügt der Gallmersgartener Ortsteil Bergsthofen in der Nähe der Aischquelle. Sie wird von einem ungewöhnlichen Glockenturm geprägt, der bald hundert Jahre „auf dem Buckel“ hat. 1921 wurde er errichtet im Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet. Nach Informationen von Irena Kasperowitsch, die das Projekt seitens der LAG betreut, werden die beiden Glocken derzeit zwei Mal am Tag von einer 84-jährigen Dorfbewohnerin geläutet. Um das Läuten auch langfristig sicherzustellen, wird das Läutwerk auf Automatik umgestellt. Die anderen Bauteile des Turms werden ebenfalls modernisiert.

Der Platz erhält eine Sitzgarnitur und auf Anregung von LEADER-Manager Ekkehard Eisenhut auch eine Infotafel. Die Gesamtkosten des Projekts der Gemeinde Gallmersgarten liegen bei 27.000 Euro.

Rund 50.000 Euro mehr entfallen auf ein Vorhaben der Stadt Höchstadt, das sich „Wasserlebnis Engelgarten“ nennt. Die Grün- und Freizeitanlage zwischen Aisch und Altstadt soll durch eine Keippanlage und einen Wasserspielbereich aufgewertet werden, ergänzt um ein Kräuterbeet mit Pflanzen der Kneipp’schen Gesundheitslehre. Ein Barfußpfad, Ruhebänke und Tafeln über Kneippanwendungen komplettieren die Maßnahme. Die nach Abzug der 60 prozentigen LERADER-Förderung verbleibenden Kosten teilen sich die Kommune sowie zwei in der Stadt ansässige Stiftungen.

Mit den drei Projektbeschlüssen steigt die Zahl der LEADER-Projekte im Aischgrund auf 43. Davon sind 32 entweder bereits abgeschlossen oder in Umsetzung. Sieben sollten zeitnah bewilligt werden - so die Auskunft von LEADER-Manager Eisenhut.

Noch Klärungsbedarf besteht bei der geplanten Kletterhalle in Bad Windsheim. Sie wird über das LEADER-Budget des Aischgrunds mit 100.000 Euro gefördert, erhält aber eine weitere, deutlich höhere Förderung seitens des Bayerischen Landessportverbands. Trotz vielfältiger Bemühungen in den vergangenen Wochen sei noch nicht geregelt, wie sich beide Programme vereinbaren lassen. Einschließlich Kletterhalle würde die Summe der die bewilligten Einzelprojekte im Aischgrund 980.000 Euro betragen und damit die vom bayerischen Landwirtschaftsministerium Ende Oktober gesetzte „Meilenstein-Grenze“ von 900.000 Euro deutlich überschritten. Die Vorstände zeigten sich zuversichtlich, dass dies gelingen wird.

hw

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