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Baby getötet: Gutachter stellt "heftige Gewalteinwirkung" fest

Der Angeklagte bestreitet, Kind misshandelt zu haben - 22.01.2021 16:38 Uhr

Das getötete Baby habe außerdem bis kurz vor seinem Tod unter "heftigen Gewalteinwirkungen" und "wiederholten Misshandlungen" gelitten. Seit Oktober muss sich der damalige Freund der Mutter wegen Mordes vor Gericht verantworten. Der mittlerweile 24 Jahre alte Deutsche bestritt zum Prozessauftakt, das Kind kurz vor Weihnachten 2019 tödlich misshandelt zu haben. Die Obduktion zeigte nach Angaben des Rechtsmediziners zahlreiche Verletzungen, die nicht durch einen Unfall oder die Reanimation entstanden sein können, sondern gezielt herbeigeführt wurden. So hatte der damals acht Monate alte Bub diverse Hämatome, Einblutungen durch einen Schädelbruch sowie eine schwere Verletzung im Bauchraum.

Diese stamme wohl von dem Todestag und sei nur durch einen sehr schmerzhaften "Faustschlag oder Fußtritt oder starkes Zusammenpressens des Bauches" zu erklären. Seine Lunge wies zudem auf Anzeichen eines Erstickungstodes hin, weitere Rippenbrüche seien in ihrer Art "praktisch beweisend für Kindesmisshandlung". Der Mediziner fasste zusammen: "Ich habe einen solchen Befund in 30 Jahren Arbeit nur einmal bei schwerer Kindeshandlung gesehen." Der Angeklagte hatte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, den Buben schon in den Wochen vor seinem Tod misshandelt zu haben, zurückgewiesen. Er will das Kind lediglich manchmal unsanft behandelt haben und nicht bewusst seinen Tod herbeigeführt haben.

dpa/lby

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