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Freitag, 06.12.2019

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2019er könnte erneut ein Wein-Spitzenjahrgang werden

Winzer geben sich aber noch zurückhaltend - 28.08.2019 17:28 Uhr

Sonnenlicht konnte der Jahrgang wieder 2019 reichlich "auflösen", das Wasser fiel deutlich sparsamer aus. © Harald Munzinger


Das Weinjahr 2019 werde auf jeden Fall wieder in die Geschichte, als ein ganz besonderer Jahrgang eingehen, ist Kreiselmeyer überzeugt. Die hohen Temperaturen im Juni und Juli seien erneut eine Herausforderung für die Ipsheimer Winzer gewesen. Dennoch gebe es Unterschiede zum Weinjahr 2018. Das Frühjahr sei feuchter und auch kühler gewesen. Entsprechend seien die Reben etwas langsamer in die Vegetation gestartet.

Da auch die Spätfröste in diesem Jahr wieder ausgeblieben seien, rechnen die Ipsheimer Winzer nach Auskunft von Stefan Eber, zweiter Vorsitzender des Weinbauverein, wieder mit einem "normalen" Erntebeginn um den 15 September. Auch mit sehr geringen Niederschlägen schreibt 2019 Weinbaugeschichte. "Im Juni und Juli litt die Natur unter Wassermangel, seit Anfang August gibt es nun die ersehnten Niederschläge und die Lage hat sich wieder etwas entspannt", wurde bei der Jahrgangsprognose festgestellt.

"Die Blüte, sowie das Reben- und Traubenwachstum verlief, entsprechend der heißen Witterung im Juni und Juli, sehr schnell aber dennoch gut". Das schnelle Wachstum verlangte den Winzern allerdings einiges ab: "Lange Arbeitstage waren nötig um die Laubarbeiten in den Weinbergen bewältigen zu können", berichten sie. Die Keuperböden speichern Wasser sehr gut und die alten Rebstöcke, die tief verwurzelt sind, mussten mit den letzten Wasserreserven auskommen.

Weinkönigin lädt ein

"Wir Winzer reagieren darauf mit Ertragsreduktion, die über das normale Maß hinausgehen, um die Stöcke bei dieser Trockenheit zu entlasten. Das erfordert viel Aufwand, aber nur so werden die verbleibenden Trauben optimal versorgt, berichtet der Winzer Andreas Popp. Die Junganlagen mussten auch in diesem Jahr gegossen werden. Nun wünschen sich die Winzer einen typischen September mit gemäßigt-warmen Temperaturen und kühlen Nächten. So können die Trauben ihr jeweils typisches Aroma optimal ausbilden.

Für eine Einschätzung der zu erwartenden Qualitäten sei es allerdings noch zu früh, geben sich die Winzer noch zurückhaltend. Allerdings könnte es, sollte das Wetter mitspielen, tatsächlich erneut einen Spitzenjahrgang geben, meint der Winzer Bernd Hofmann. Von all diesen Entwicklungen können sich die Besucher bei ihren Spaziergängen durch die Weinberge unterhalb der Burg Hoheneck derzeit sehr gut selbst überzeugen.

Eine besondere Einladung spricht die Ipsheimer Weinkönigin Anna–Sophie Weid für den "Ipsheimer- Wander -Tag" am Sonntag, 1. September, aus. An diesem Tag bewirten vier Winzerfamilien und ein Edelbrenner sowie der Weinbauverein Ipsheim in sechs Nestern die Gäste auf ihren Wanderungen durch die Rebanlagen.

Die Eröffnung des Weinwandertages ist für 11 Uhr am Weinnest "Sonnenuhr" durch die Ipsheimer Weinrepräsentantin im Beisein zahlreicher Ehrengäste geplant. Gegen 11.45 Uhr startet dort eine geführte Weinwanderung für fachlich interessierte statt durch den Winzer Rolf Kilian statt.

nb

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