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Sonntag, 15.09.2019

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Abpfiff beim "Heimspiel" des Freilandtheaters

Zu den Vorstellungen im Bad Windsheimer Freilandmuseum kamen rund 9.000 Zuschauer - 19.08.2019 09:16 Uhr

Auch beim letzten "Heimspiel" gibt das Ensemble um Christian Laubert (rechts), der diesmal auch selbst auf dem Rasen kicekn musste, noch einmal alles. © Elke Walter


Bei leichtem Regen wurden alle Darsteller, krankheitsbedingt darunter auch als Ersatz der Intendant und Autor Christian Laubert, noch einmal zur Höchstleistung gefordert.

Während die Bundesliga gerade in die neue Saison gestartet ist, sieht die Heimspiel-Crew ruhigeren Zeiten entgegen. Etwa 9.000 Zuschauer hatten dieses politisch-gesellschaftliche Fußball-Match um den Gemeindenamen vor dem Hintergrund der Gebietsreform im Bayern der 1970er- Jahre gesehen. 11.200 Zuschauer waren es im Sommer 2018. Seit der Premiere am 27. Juni waren 33 Aufführungen angesetzt, wobei wetterbedingt drei Vorstellungen abgebrochen und zwei im Voraus abgesagt werden mussten. Die Karten der ausgefallenen Heimspiele waren in Gutscheine umgewandelt worden.

Dennoch zeigte sich Intendant Christian Laubert sehr zufrieden und dankte dem unabänderlichen Einsatzwillen, dem Teamgeist sowie der großartigen Arbeit seines Ensembles, ohne die diese, auch in sportlicher Hinsicht, sehr fordernde Spielzeit gar nicht möglich gewesen sei. Nicht nur das reale Fußballspiel als eigentliche Theaterdarbietung sei eine Herausforderung gewesen, sondern auch dass die Bühne eine echte Wiese gewesen sei, die natürlich auch dem Wettereinfluss ausgeliefert war. Das habe letztlich auch für die beiden Abendabsagen gesorgt, weil das Bühnen-Spielfeld nicht mehr bespielbar gewesen sei.

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"Heimspiel" im Freilandmuseum Bad Windsheim

Sportlich, sportlich: Beim Sommertheater 2019 traten auf der Fußballfeld-Bühne die Schaffenrather gegen die Erzrivalen aus Kleinlichtenau an. Wer das Match für sich entscheidet, darf aussuchen, wie der Ort künftig heißt. Noch bis zum 17. August ist das Stück im Freilandtheater in Bad Windsheim zu sehen.


Nach der Derniere heißt es für alle Beteiligten noch einmal ein paar Tage anpacken. Aufräumen und Versorgen der Requisiten, der Masken- und Kostümteile sowie der Technik stehen noch an. Auch hier gibt es viele zusätzliche freiwillige Helfer, die das Ensemble dabei unterstützen.

Für Laubert steht die nächste Spielzeit bereits gedanklich schon wieder in den Startlöchern. Eine Winter- und eine Sommerproduktion seien geplant, also alles wie gehabt. Für das Winterwandeltheater, das die Besuchergruppen im Januar und Februar 2020 durch das Museumsgelände führen wird, steht das Konzept bereits. Laubert kündigt es unter dem Titel "Herzflimmern" an. Weitere Informationen zur Spielzeit 2020 verspricht das Freilandtheater nach der Urlaubspause.
Weitere Infos: www.freilandtheater.de 

Elke Walter

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