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Samstag, 15.05.2021

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"Alles bleibt anders": Freilandtheater setzt wieder auf Wandelstück

Genaue Planungen gestalten sich coronabedingt schwierig - 16.04.2021 06:00 Uhr

Das Konzept bleibt 2021 gleich, enthält aber neue Szenen und Spielorte im Vergleich zum Stück "Alles kein Wunder" aus dem vergangenen Jahr.

02.08.2020 © Andreas Riedel


"Unser neues Stück", erzählt Christian Laubert, "ist quasi eine Fortsetzung der letzten Sommerspielzeit." Ein paar Episoden aus "Alles kein Wunder", so hieß die Vorgängerproduktion, sollen zu Beginn der Spielzeit noch mit einbezogen werden. Sehr häufig gespielte Szenen seien aber heuer nicht mehr zu sehen, betont Christian Laubert. "Eine Reihe neuer Geschichten, verbunden mit anderen Wegen, gibt es bereits", ergänzt er, "wie wir die Szenen dann im Einzelnen gestalten können, müssen wir abwarten und flexibel reagieren."

Beibehalten werde natürlich auch das pandemiegerechte Hygienekonzept, notfalls auch weiter angepasst. Allerdings müsse das Theater dabei immer die aktuelle Lage im Blick haben. Manches sei anders als im vergangenen Jahr, ständig gebe es neue Regelungen. Noch nicht geklärt sei auch die Frage, ob auch die Schauspieler selbst in diesem Jahr Masken tragen müssten und wie man dann spielen könne.

Corona-Tests vor dem Einlass?

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In diesem Theater ist "Alles kein Wunder"

Besondere Zeiten verlangen besondere Maßnahmen. Wegen der coronabedingten Einschränkungen spielt das Sommerstück des Freilandtheaters an verschiedensten Orten im Freilandmuseum in Bad Windsheim. Ist dennoch "Alles kein Wunder", wie der Titel schon verrät.


Viele Überlegungen und Abwägungen beschäftigen den Theaterleiter und seine Frau Karin Hornauer. So auch die Frage, ob aktuelle Corona-Tests vorgeschrieben sein werden und wie man da vor Ort beim Einlass am besten damit umgehen kann. Selbst Testungen durchzuführen, sieht Christian Laubert als große Herausforderung, sowohl für die Veranstalter als auch für die Besucher. Sollte etwa das Ergebnis eines Tests unmittelbar vor der Veranstaltung positiv ausfallen, was würde das für die Vorstellung sowie die anderen Besucher bedeuten?

Ursprünglich hatte Christian Laubert die Premiere für Mitte Mai vorgesehen, den Probenbeginn zeitnah dazu. Die erneute Verlängerung des Lockdowns, voraussichtlich bis mindestens 9. Mai, sowie die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes auf Bundesebene, lassen die gesicherte Planung eines normalen Theaterbetriebs in weite Ferne rücken. "Das ständige Hin und Her ist nervig. Wir brauchen rund fünf bis sechs Wochen Vorlaufzeit, um starten zu können", sagt der Theaterleiter, "wir stehen in den Startlöchern."

Karin Hornauer und Christian Laubert stehen in den Startlöchern für das Sommerwandeltheater-Stück „Alles bleibt anders“. Die Pandemie erschwert derzeit konkrete Planungsschritte.

15.04.2021 © Foto: Elke Walter


Um etwa vier Wochen hat sich der geplante Premierentermin nach hinten verschoben. Ein genaues Datum steht derzeit noch nicht fest. Der Vorverkauf für die Vorstellungen startet, sobald die Spieltermine realistisch einzuhalten sind, heißt es auf der Internetseite des Theaters. Bis dahin können Interessierte, wie im vergangenen Jahr, vorab so genannte Wundertickets kaufen. In der Woche vor dem Start des Vorverkaufs kann man dann exklusiv nur mit diesen Wundertickets die jeweiligen Wunschtermine buchen.

Zuversichtlich bleibt Laubert dennoch. "Alle großen Museumsveranstaltungen", sagt Laubert, "sind abgesagt. Unser Sommerwandeltheater könnte daher ein wenig Leben in das Museumsgelände bringen." Bis dahin haben Laubert und seine Frau vieles zu regeln, Texte sind zu versenden, Rollen zu besprechen und für die Zeit vor Ort alles vorzubereiten. "Wir geben nicht auf", sagt der Theaterleiter, "immer wieder neue Antworten auf alle aktuellen Fragen und Herausforderungen zu finden."

ELKE WALTER

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