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Alternative zur Kirchweih in Bad Windsheimer Altstadt?

KKT hat für den Fall einer Absage ein Ersatz-Konzept in der Schublade. - 03.06.2020 06:00 Uhr

Festtags-Flair in der Altstadt gab es 2019 nur durch den Kerwabaum, den die Külsheimer Landjugend am Marktplatz aufgestellt hatte. © Archiv-Foto: Bastian Lauer


An den Prognosen zu Beginn des Lockdowns hat sich nicht viel geändert: Bis 31. August waren damals alle Großveranstaltungen wie Volks- und Stadtfeste in Bayern abgesagt worden. Daran dürfte sich nichts ändern. Das war zumindest die Aussage, die im Mai bei der konstituierenden Sitzung des Städte- und Gemeindetages den Kommunen mitgegeben worden war, wir berichteten.

Aber: Um Plan B wirklich angreifen zu können, betont KKT-Veranstaltungsleiterin Sabine Hahn, müsse sich Bürgermeister Jürgen Heckel erst zu einer offiziellen Absage der Kirchweih durchringen. Damit tat er sich bei der Stadtratssitzung vergangene Woche noch schwer. "Das wäre wichtig, damit wir von den bestehenden Verträgen mit unseren Partner zurücktreten können", erklärt Hahn.

Sie steht mit ihrem Team längst in den Startlöchern für ein neues Programm am Wochenende 28./29./30. August. "Man könnte es nicht Kirchweih oder Kirchweih light nennen", betont Hahn. "Es wäre eine Alternative zum Kirchweih-Wochenende." Über den Namen müsste man sich noch etwas Gedanken machen, denn Feste aller Art seien laut Verordnung ja verboten.

Was das Alternativ-Programm bieten könnte, ist hingegen längst klar. Das Konzept macht dabei Anleihen bei Ideen, die schon viele Jahre in Windsheimer Hirnen umherspuken: eine Kirchweih in den Gassen und auf den Plätzen der Altstadt. Größere Fahrgeschäfte wird es allerdings nicht geben. Hahn berichtet von Versuchen, die in der Schausteller-Branche gemacht worden waren, um auszuloten, inwieweit ein großer Volksfest-Aufbau unter Einhaltung aller Regeln des Infektionsschutzes machbar wäre. Kurz: "Es geht nicht."

Blieben Kinderkarussells sowie Verkaufs- und Spaßbuden, die in der ganzen Stadt verteilt wären. Gewisse Erfahrungswerte habe man da in den vergangenen Wochen mit den Imbissbuden an der Rothenburger Straße von der Schaustellerfamilie Krzenck und der Firma Hahn sowie am Wochenmarkt gemacht. Das Fazit der Veranstaltungsleiterin: "Aus unserer Sicht würde das funktionieren."

Für Sabine Hahn wäre dieses Alternativ-Programm vor allem eine Hilfe für die in den vergangenen Wochen arg gebeutelten Gastronomen und die Schausteller. Vorher müsste die Stadt aber den schweren Schritt gehen, die Kirchweih offiziell abzusagen. Quasi ein Schritt zurück, um zwei nach vorne gehen zu können. Sabine Hahn: "Wir würden gerne etwas machen, wie es die Windsheimer dann annehmen, muss man sehen."

BASTIAN LAUER

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