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Dienstag, 25.06.2019

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Am Anfang stand das gute Echo

Der christliche Verein Elops feiert am Wochenende sein 50-jähriges Bestehen. - 22.05.2019 14:26 Uhr

Freuen sich auf das Jubiläumswochenende, an dem es auch wieder einen Bücherverkauf gibt: (von links) Dieter Weidemann, Monika Weidemann, Geschäftsführerin Carmen Preiß, Werner Berr, Michael und Heike Fillip. © Foto: Claudia Lehner


"Wir wissen, es bedeutet eigentlich nix", scherzt Weidemann über den Namen. Trotzdem hat der Ruf ein Echo gehabt. Aus einem Nachtreffen der Bergfreizeit wurden regelmäßige Treffen. Jeden Tag um 6.45 Uhr kamen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen noch vor der Schule zusammen. Die soziale Arbeit war von Beginn an zentral. Ein Altenclub, der heutige Seniorennachmittag, wurde initiiert, Melonen, Weihnachtsbäume und Rosen wurden für den guten Zweck verkauft. Bereits 1970 entstand die Elops-Band.

"Mit Fromm hatte ich nix am Hut", sagt Dieter Weidemann, der sich eher als 68er sah, mit langen Haaren, unangepasst. Das waren die Elops auch. "Weg mit den alten Zöpfen", mit solchen Sprüchen habe man sich unbeliebt gemacht. In den ersten zehn Jahren habe man außerdem dieses "Sektengeschmäckle" gehabt, erklärt Werner Berr, der schon bei der ersten namensgebenden Freizeit dabei war. Mit viel Engagement hat sich die Gruppe aber etabliert, bekam besonders nach einer Evangelisierungsveranstaltung 1971 großen Zulauf.

Waren zu Beginn noch Pfarrer Ulrich Seiler, Diakon Horst Kaller und Friedemann Zehendner als Mentoren dabei, begannen die Elops bald sich selbst zu organisieren. 1978 wurde ein Verein gegründet wegen der offenen Jugendarbeit, die angeboten wurde. 1979 veranstaltete Berr den ersten Motorradgottesdienst, damals ein absolutes Novum, wie sich der begeisterte Biker erinnert. 500 bis 1500 Motorradfahrer kommen seitdem monatlich auf dem Trautenhof bei Jagsthausen zusammen.

Berr begründete 1989 auch die "Offenen Hände", die sozial-diakonische Arbeit der Elops. Es begann mit Katastrophenhilfe, dann kam Hilfe zur Selbsthilfe dazu. Vor allem in Rumänien hatten und haben die Elops ihre Projekte. Michael und Heike Fillip zogen 1996 eigens deswegen dorthin, um für einige Jahre die Hilfsgüter in Empfang zu nehmen und zu verteilen. Aus den Hilfslieferungen entstand auch das Angebot für Haushaltsauflösungen, der Möbel- und Gebrauchtwarenverkauf. "Wer kauft sowas", erinnert sich Berr an skeptische Reaktionen auf den Laden, doch, wie Monika Weidemann ergänzt, hat die Idee eingeschlagen, standen die Leute schon früh vor der Türe. "Freude", das ist, was für sie ganz zentral die Arbeit der Elops ausmacht, auch nach 50 Jahren noch. Davon können sich Interessierte beim Tag der Begegnung am Samstag, 25. Mai, von 10 bis 16 Uhr auf dem Elops-Hof selbst ein Bild machen. Es wird Mittagessen, Kaffee und Kuchen angeboten, außerdem ist der Laden geöffnet. Daneben gibt es den großen, halbjährlich stattfindenden Gebraucht-Bücherverkauf, der findet auch schon heute (10 bis 18 Uhr) und am morgigen Freitag (10 bis 15 Uhr) statt.

Am Sonntag, 26. Mai, wird um 10 Uhr ein Festgottesdienst mit Regionalbischöfin Gisela Bornowski in Sankt Kilian gefeiert, danach gibt es Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie viel Programm am Hof. Wer will, kann an diesen Tagen viel über Geschichte und Arbeit der Elops erfahren. Auch Besuch aus Rumänien hat sich angekündigt, der zeigt, was das Jahrzehnte dauernde Engagement bewirkt hat. 

CLAUDIA LEHNER

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