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Dienstag, 02.03.2021

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Bad Windsheim: Neue Kletterhalle als Leistungszentrum für Kaderathleten

Die neue Kletterhalle in Bad Windsheim soll wettkampftauglich werden - 28.01.2021 06:00 Uhr

Ein Blick in die nagelneue Kletterhalle in Erlangen.

27.01.2021 © Foto: Harald Sippel


Der BFB ist eine Art Bindeglied zwischen DAV und Bayerischem Landessportverband (BLSV) und organisiert alles, was mit dem Leistungssport im Bereich Klettern zu tun hat, erklärt Sektionsvorsitzender Peter Höhn. Und der Verband habe sich dafür eingesetzt, dass in Bad Windsheim eine wettkampftaugliche Halle gebaut wird. Peter Höhn betont zwar, man sei "erstmal dem Breitensport verpflichtet", doch er und seine Vorstandskollegen hatten das bei ihren Planungen von vornherein im Sinn.

Die Unterstützung machte dies nun leichter, zumal der DAV anfangs nur eine Kletterfläche von 1000 Quadratmetern fördern wollte. Dank Druck des BFB sind es nun etwa 1200 geworden. Und da auch die Höhe der Halle mit etwa 17 Metern ausreichend ist, bekommt Bad Windsheim eine sogenannte Speedwand. Der Einbau so einer speziellen Kletterfläche ist beispielsweise in der – großen, bekannten, aber zu niedrigen – Halle in Würzburg gar nicht möglich. Vorteil Bad Windsheim.

Es sieht laut Höhn nun so aus, dass Bad Windsheim und Erlangen – dort wird das neue Kletterzentrum dieser Tage eröffnet – bis auf Weiteres die einzigen wettkampftauglichen Hallen in Nordbayern sein werden. Der DAV plane nämlich aktuell keine Unterstützung für neue Hallenprojekte.

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Das ergibt interessante Möglichkeiten, da sich der Leistungssport in Bayern sehr auf den Süden des Freistaats konzentriere, betont Höhn. Das Kaderathleten künftig in Bad Windsheim trainieren und Bayerische Jugendmeisterschaften hier stattfinden, sei denkbar und ausgemachtes Ziel. Das Leistungstraining soll in Kooperation mit den Erlangern stattfinden, erklärt Höhn, der sich stolz zeigt: "Wir werden hier auf dem kleinen Land ein kleines Leistungssportzentrum werden."

Klar ist aber auch: Erstmal muss gebaut werden. Ende März könnte es losgehen, hofft Höhn. "Unser Ziel ist weiterhin, kurz vor Weihnachten aufzusperren." Ein bisschen Arbeit liegt aber noch vor der Vereinsführung. Denn nachdem die Angebote für den Rohbau schonmal über der drei Jahre alten Kostenberechnung lagen, müssen die Pläne hier und da etwas verschlankt werden. Zur Finanzierung der 1,45-Millionen Euro-Halle waren zahlreiche Zuschüsse aus mehreren Fördertöpfen notwendig. An den Förderbescheiden wolle Höhn aber nicht mehr rütteln. "Leicht umplanen" sei deshalb nötig. "Das ist eine anspruchsvolle Arbeit, aber nicht unmöglich", betont Höhn.

BASTIAN LAUER

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