Samstag, 16.11.2019

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Bad Windsheim: Projekt mit Verzögerungen

Im Häspelein plant Isarkies für den 7. November die erste Eröffnung. - 17.10.2019 13:00 Uhr

Auf der Großbaustelle im Gewerbegebiet Im Häspelein gibt es bis zur Eröffnung in drei Wochen noch sehr viel zu tun. © Foto: Bastian Lauer


Aldi, die Drogeriekette dm und der Getränkespezialist Sagasser werden dann ihre neuen großen Märkte eröffnen. Nachziehen müssen notgedrungen der Bäcker und der Apotheker. "Es gibt derzeit überall Engpässe, bei Planern, Statikern, bei der Produktion von Fertigteilen", erklärt Herbert Blaschke, Geschäftsführer von Investor Isarkies. Es könnte wohl März oder April werden, bis die beiden kleineren Mieter ihre Geschäfte eröffnen können. "Das ist aber alles noch mit Fragezeichen behaftet", sagt Blaschke, der in den vergangenen beiden Tagen in der Kurstadt weilte, um die Übergabe an die Mieter abzuwickeln.

Nur noch drei Wochen sind es bis zur Eröffnung, auf der Großbaustelle ist aber noch viel zu tun. Man sei insgesamt etwas später dran als erhofft, gesteht Blaschke. "Das mit dem Untergrund haben wir etwas unterschätzt." Der gipshaltige Boden im Raum Bad Windsheim mal wieder. Das sei allerdings "nichts Dramatisches" und der Zielstrich sei in Sicht.

Parallel zu den Arbeitern auf dem großen Grundstück packen Kollegen auch nebenan entlang der Bad Windsheimer Straße an. Voraussetzungen für den Abfluss des Oberflächenwassers müssen geschaffen werden. Ursprünglich war auch geplant, den Einmündungsbereich in die Straße Im Häspelein gleich neu zu gestalten. Dort sind Querungshilfen für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen. Laut Blaschke habe man sich entschieden, das zu verschieben. Gerade zur Eröffnung wolle man eine Zufahrt von allen Seiten gewährleisten können. So solle die Straße dann erst im Frühjahr 2020 neu gestaltet werden.

Seit ein paar Jahren zwangsläufig im Zusammenhang steht das Projekt in dem Gewerbegebiet mit dem Kochbräu-Areal in der Innenstadt. Auf Druck des Stadtrats sollte Isarkies auch die Entwicklung jener als Parkplatz genutzten Fläche mit Einzelhandel vorantreiben. Aktuell sei man bei Isarkies "sehr zuversichtlich, dass wir bald wieder einen Bauantrag einreichen können", sagt Blaschke.

Ein erster solcher Antrag für ein Gebäude an der Schimmelgasse hatte im Juli 2018 wenig Gegenliebe der Mehrheit der Stadträte erfahren, da ihnen die restliche Fläche bei den Überlegungen zu kurz kam. Laufende Gespräche mit einem Mieter, "der einen wesentlichen Teil der Fläche abmieten würde", stimmen Blaschke nun wieder positiv, ein Gebäude an der Schimmelgasse bauen zu können. Für ein mögliches zweites an der Johanniterstraße gebe es auch "Interessensbekundungen".

Aus welchen Branchen diese potenziellen Mieter kommen, will Blaschke nicht verraten, auch weil er keine falschen Hoffnungen mehr wecken will. "Wissen Sie, Projektentwicklung ist ein schwieriges Geschäft. Da steckt sehr viel Aufwand dahinter. Das Häspelein hat jetzt acht Jahre gedauert, warum sollte es am Kochbräu so viel schneller gehen?"

BASTIAN LAUER

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