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Bad Windsheim: Vorkaufsrechtssatzung soll kommen

Vor dem Beschluss sollen die Grundstückseigentümer informiert werden. - 11.07.2020 14:00 Uhr

Der Südring mit den alten Stadtwerkegebäuden (links) markiert die nördliche Grenze des für die Vorkaufsrechtssatzung auserkorenen Gebietes.

© Foto: Günter Blank


Hintergrund ist der, dass die Stadt für das Gebiet, in dem beispielsweise auch frühere Stadtwerke-Gebäude am Südring stehen, eine städtebauliche Rahmenplanung erstellen möchte. Um eine solche Planung, bezüglich derer Knoblach sich nach eigener Aussage derzeit in Gesprächen mit entsprechenden Fachbüros befindet, realisieren zu können, wäre es dienlich, auf das eine oder andere Grundstück zugreifen zu können.

So möchte etwa das Wasserwirtschaftsamt Ansbach Abschnitte der Aisch renaturieren, doch gebe es keine Zufahrtsmöglichkeit zum Fluss. Auch böte sich die Chance, den Naherholungswert der Winterung und deren Umfeld zu steigern.

Als Geltungsbereich ins Auge gefasst ist ein zirka sechs Hektar großes Areal im Übergangsbereich zwischen Altstadt und Freilandmuseum. Dieses erstreckt sich von der parallel zum Eisweiherweg verlaufenden Aisch im Westen (die dichte Bebauung östlich des Deubel-Senger-Weges eingeschlossen) bis zur Neumühle im Osten. Nach Norden hin wird es vom Südring und den in dessen Verlängerung entlang der Winterung führenden Weg begrenzt, im Süden vom Bernhard-Bickert-Weg und der Straße Am Mühlfeld. Auf Anregung von CSU-Fraktionschef Georg Gerhäuser soll auch die südlich der Gabelung des Eisweiherwegs, westlich des zum Museum gehörigen Wohnmobilstellplatzes gelegene Bebauung in den Geltungsbereich aufgenommen werden.

Das Vorhaben wurde im Rat rundweg positiv aufgenommen. So könnte die Aisch zum Beispiel westlich der Winterung auch wieder "von einem stehenden zu einem Fließgewässer werden", wie Bernhard Kisch (CSU) es formulierte. "Das kann man eigentlich nur begrüßen", ergänzte Wolfgang Eckardt ( FWG).

"Niemandem etwas wegnehmen"

Auch SPD-Fraktionssprecher Matthias Oberth sieht "eine gute Entscheidung, sie ist – richtig und wichtig". Wichtig war es ihm auch, auf eines hinzuweisen, um keinen "falschen Zungenschlag" in die Debatte zu bekommen oder gar Befürchtungen unter den Grundeigentümern zu schüren: "Wir wollen niemandem etwas wegnehmen." Letztlich gehe es nur darum, dass Verkaufswillige von der Stadt – so diese vom Vorkaufsrecht Gebrauch mache – den gleichen Preis bekommen, den andere nachweislich zahlen würden.

gb

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