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Bad Windsheim: WiR und SPD fordern Kisch heraus

Ab Mitte November sollen die Kandidaten für die Kommunalwahl im März nominiert werden. - 19.10.2019 18:20 Uhr

Wer tagt ab März 2020 unter diesem Bild im Sitzungssaal des Bad Windsheimer Rathauses? © Stefan Blank


Erster Schwung kommt ins Rennen um den Rathaus-Chefsessel: WiR und SPD werden einen Kandidaten ins Rennen gegen CSU-Amtsinhaber Bernhard Kisch schicken. Auch die Listen nehmen Form an. Doch wer legt wann seine Bewerber-Karten auf den Tisch und wie sieht es aktuell aus?

Bernhard Kisch. Dieser Name ist bisher der einzige, der sicher auf dem Bürgermeister-Wahlzettel zu finden sein wird. Der 46-Jährige will sich für eine zweite Amtszeit bewerben, nominiert werden soll er wie die 24er-Liste der CSU am 14. November, wie Ortsvorsitzender Georg Gerhäuser sagt. Darauf zu finden sein werden wohl sieben der acht CSU-Stadträte. Nur Katharina Döbler-Saule will nicht mehr antreten. Neben Georg und Johannes Gerhäuser, Rainer Volkert, Horst Allraun, Frank Gurrath, Matthias Helm und Dieter Hummel "haben wir den einen oder anderen Knaller", sagt der Fraktionschef.

"Bei uns wird es noch ein bisschen dauern", sagt der Ortsvorsitzende der Freien Wählergemeinschaft, Wolfgang Eckardt. Die FWG sei aber "sehr guter Dinge", ein 24er-Team zusammenzubekommen. Wieder kandidieren wollen laut Eckardt neben ihm sein Bruder Dr. Stefan Eckardt, Alexandra Horst und wohl auch Eberhard Gurrath. Zum Thema Bürgermeister-Kandidat werde es noch einige Gespräche geben. Aktueller Stand laut Eckardt: "Kein definitives Ja, kein definitives Nein."

SPD mit verjüngter Liste

Zufrieden mit ihrer Kandidaten-Liste ist die SPD. "Wir haben sie voll und auch ein paar Überraschungen dabei", sagt Ortsvereinsvorsitzender Siegfried Göttfert. Mit Matthias Oberth, Ismene Dingfelder, Ronald Reichenberg und Petra Negendank sind alle amtierenden Räte wieder im Boot. "Wir haben die Liste ansonsten verjüngt und auch Leute dabei, die nicht SPD-Mitglieder sind", sagt Göttfert. Die Aufstellungs-Versammlung ist für den 28. November angesetzt. Noch spannender als die Namen der Rats-Bewerber dürfte aber ein anderes Thema sein. "Ja, wir haben einen", sagt Siegfried Göttfert auf die Frage nach einem Bürgermeisterkandidaten. Vorgestellt werden soll dieser so spät wie möglich – im Januar oder Februar. Nach WZ-Informationen ist es ein interner und niemand aus der aktuellen Räte-Riege.

Die spannendste Frage bei Windsheimer und Ortsteilbürger ins Rathaus (WiR) ist die nach einem Anwärter für das Bürgermeisteramt. "Einen internen Kandidaten gäbe es", sagt Vorsitzender Rainer Meier. "Es ist nicht sicher, ob er es macht. Wenn nicht, dann macht es ein anderer aus unseren Reihen." Meier wolle aber nicht ausschließen, einen externen Kandidaten zu unterstützen.

Liste Land muss sich neu aufstellen

2014 war der jetzige Fraktionsvorsitzende Jürgen Heckel in der Stichwahl Bernhard Kisch unterlegen. Ob er erneut antritt? Auf der WiR-Liste steht Heckel in jedem Fall, das gilt auch für die Räte Gerhard Koslowski und Dr. Wolfgang Stadler. 21 Namen hat Meier bereits für die Liste. Für 6. Dezember ist die Aufstellungsversammlung vorgesehen. Zuvor gehe man in Klausur, sagt Meier, der eine Idee intern besprechen lassen will: eine Listenverbindung mit einer anderen Gruppierung. Dabei würden zwei Listen bei der Auszählung als Block gewertet werden. Geht es eng zu, könne man damit "die Großen ärgern" und beispielsweise der CSU vielleicht einen Sitz streitig machen.

Neu aufstellen muss sich die Liste Land. Neben Reinhold Krebelder und Wilhelm Dehner tritt auch Erhard Wolf nicht mehr an. "Es geht aus beruflichen und familiären Gründen einfach nicht mehr", sagt der Vorsitzende. Dennoch sei die Liste Land "auf dem besten Weg, eine 24er-Liste zu präsentieren". Einen Termin für eine Aufstellung gebe es noch nicht.

Einen solchen haben die Grünen: "Wir treffen uns am 26. November", sagt Ortsverbands-Sprecher Sebastian Göttfert. Eine Liste werde es "auf jeden Fall" geben, die Tendenz gehe aber eher Richtung einer Drei-Mal-Acht-Lösung, also mit acht Kandidaten, die dreifach aufgeführt werden.

Damit sind die Grünen deutlich weiter als die FDP. Ortsvorsitzender René Fertinger sagt: "Es entscheidet sich wohl nächste Woche", derzeit sei aber noch nicht sicher, ob überhaupt eine Liste zustande komme. Völlig offen ist damit auch die Zukunft von Stadträtin Uta Gampe.

Stefan Blank

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