Donnerstag, 17.10.2019

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Bauen soll in Obernzenn bezahlbar bleiben

CSU-Bürgermeisterkandidat Markus Heindel stellte kommunalpolitische Ziele vor - 26.02.2014 08:30 Uhr

Nachdenklich ernste Mienen gab es unter den Zuhörern, als sich in Urphertshofen mit Markus Heindel (links) der CSU-Kandidat für das Bürgermeisteramt in Obernzenn vorstellte. © Helmut Meixner


Kein freier Platz war im Gasthaus Zum stillen Eck zu finden, als sich der verheiratete Verwaltungsfach­mann – er arbeitet seit 18 Jahren im Ordnungsamt in Neuhof – in seinem Heimatort Urphertshofen den Bür­gern vorstellte. Mit dabei waren ein Großteil der CSU-Gemeinderatskan­didaten sowie einige Bewerber für den Kreistag. Interessiert waren die Besucher vor allem an den kommu­nalpolitischen Zielen und Visionen des möglichen neuen Obernzenner Rathauschefs.

Im Falle seiner Wahl soll die Nähe zum Bürger oberste Priorität genie­ßen. „Das Rathaus wird immer für persönliche Gespräche offen stehen, denn nur gemeinsam ist es zu schaf­fen, die Marktgemeinde und ihre Ortsteile im Sinne der Bewohner weiterzuentwickeln, sagte Heindel. Positiv bewertete er die Infrastruk­tur in der Gemeinde: Kinderkrippe, Hort und Grundschule gewährleisten eine wohnortnahe Betreuung des Nachwuchses; Ärzte und eine Apo­theke stellen die medizinische Grundversorgung sicher, weiter sei man auch bei Gewerbebetrieben und Geschäften nicht schlecht aufgestellt.

Gemeinsam an die Fördertöpfe

Wichtig sind dem Kandidaten die Kommunalen Allianzen Aurach-Zenn und A7 Franken-West. Denn nur ge­meinsam könne es kleineren Kommu­nen gelingen, an europaweit vergebe­ne Fördergelder zu gelangen.

In Obernzenn müsse, um die Ge­meinde weiter zu entwickeln, das Bauen für Einheimische erschwing­lich bleiben, erklärte Heindel. Wich­tig sei dabei, die innerörtlichen Bau­lücken zu schließen sowie die, durch den Strukturwandel überflüssig ge­wordenen Gebäude, wie Scheunen oder leerstehende Stallungen, einer neuen, sinnvollen Nutzung zuzufüh­ren.

Oberste Priorität hat für den 39-Jährigen der Neubau einer Kläran­lage für Obernzenn, Unternzenn, Ur­phertshofen und, je nach Ergebnis der in Arbeit befindlichen Machbar­keitsstudie, auch für Unteraltenbern­heim und eventuell für weitere Orts­teile. Zu der möglichen Erneuerung der Teichkläranlagen in Breitenau, Rappenau und Egenhausen meinte er, dass auch der Anschluss an die große Kläranlage eine Option darstelle. Ein klares „Ja“ bekamen die Besucher zur Eigenwasserversorgung von Ur­phertshofen zu hören. „Die Sanie­rung der Quellfassung muss vorange­trieben und die Entwicklung der Werte beobachtet werden.“

Mehr Tagesgäste anlocken

Am Herzen liegt dem Bürgermeis­terkandidaten außerdem die Steige­rung des Freizeitwertes der Marktge­meinde: Mit Attraktionen wie dem Obernzenner See oder den beiden Schlössern könnten andere Gemein­den nicht punkten, sagte er. Geht es nach Heindel, sollten in Zukunft nicht nur mehr Urlauber, sondern zu­dem eine weit größere Anzahl an Ta­gesgästen aus dem Ballungsraum Nürnberg/Fürth/Erlangen den Zenn­grund besuchen. Mit dem Ausbau des Zenntalradweges sei hier schon eine Weiche gestellt worden.

Von Bedeutung für den Standort Obernzenn ist auch der Ausbau der Kreisstraße in Richtung Bad Winds­heim. Heindel ist überzeugt: „Eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Windsheim könnte den Bau im positiven Sinn beschleunigen.“ In der Diskussionsrunde ging es unter anderem um die Waldbewirt­schaftung, den Räum- und Streu­dienst sowie um die Gerechtigkeit und Rechtmäßigkeit der geltenden Wasser- und Kanalsatzungen.

Stel­lung bezog Heindel zum wiederholt geforderten Stellenabbau: Aufgrund der Vielzahl der von einer Kommune zu bewältigenden Aufgaben werde es unter seiner Führung in absehbarer Zeit keinen Personalabbau geben, sagte er.

Helmut Meixner

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