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Bernhard Schurz will für die SPD Landratsposten holen

53-jähriger Zollbeamter ist vielfältig ehrenamtlich engagiert - Breites Themenspektrum - 01.06.2019 13:26 Uhr

Tritt für die SPD als Landratskandidat bei der Kommunalwahl 2020 an: Bernhard Schurz aus dem Uffenheimer Ortsteil Wallmersbach. © Matthias Oberth


Mit "Bürgernähe, Kontaktfreudigkeit, hoher Motivation und großer Teamfähigkeit" will Bernhard Schurz punkten, so der frischgekürte Landratskandidat der SPD. Am Samstagvormittag wählten ihn die Delegierten der Nominierungsversammlung mit 34 von 35 Stimmen zu ihrem Mann für das Spitzenamt im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Schurz konzentrierte sich in seiner Bewerbungsrede auf vier Kernthemen, mit denen er im Wahlkampf punkten möchte.

Mobilität, Medizinische Versorgung/Soziales, Klimawandel/Jugend sowie die Zukunft des dörflichen Lebens stellte er in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Dabei sieht er den Landkreis zwar einerseits gut aufgestellte, aber auch vor gewaltigen Herausforderungen für die Zukunft. Da für ihn "Stillstand gleichbedeutend mit Rückschritt" ist, will Schurz konkrete Maßnahmen einleiten, um beispielsweise in dem Flächenlandkreis einen "effektiven Verkehrsverbund" schaffen, in dem alle Verkehrsmittel eingebunden sind. Dazu gehöre unter anderem ein gut ausgebautes Schienen- und Straßennetz, damit die Attraktivität des Landkreises als Lebensmittelpunkt für die Menschen erhalten bleibt.

Neben der Mobilität liegt Bernhard Schurz die medizinische Versorgung sehr am Herzen. Die hohen Defizite bereiten ihm Sorgen, so der Landratskandidat. Es gelte einerseits hier gegenzusteuern und andererseits hätten die Landkreisbewohner "Anspruch auf die beste medizinische Versorgung in Wohnortnähe". Es es auch wichtig, die Wegzug junger Menschen aus dem Landkreis zu stoppen. "es wandern nicht nur notwendige Arbeitskräfte ab", so Schurz, sondern es drohe der "Verlust von Schlüsselzuweisungen, das Vereinsleben in den Gemeinden wird erschwert oder sogar unmöglich". Er will deshalb die heimische Wirtschaft stärke und Aktionen, wie jene der SPD "Einkaufen vor Ort" weiter vorantreiben.

Für Bernhard Schurz hat die Bewegung "Fridays for Future" auch vor dem hiesigen Landkreis nicht Halt gemacht. Er wolle auf die Jugendlichen zugehen, ihnen zuhören und zum Diskurs einladen. "Nur im Dialog können wir gemeinsame Ideen entwickeln und vor Ort umsetzen", so seine Überzeugung. Er werde dazu eng mit dem umweltpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Träger, zusammenarbeiten, der auch der Nominierungsversammlung beiwohnte.

Der SPD-Landratskandidat Bernhard Schurz (Dritter von rechts) mit der SPD-Kreisvorsitzenden Heike Gareis, Scheinfelds Bürgermeister Claus Seifert (links), SPD-Bundestagsabgeordneten Carsten Träger (Dritter von links), Uffenheims Bürgermeister Wolfgang Lampe (Zweiter von rechts), SPD-Kreistagsvorsitzenden Ronald Reichenberg (rechts) und Christian Bauer, Beisitzer im Kreisvorstand (Zweiter von links). © Matthias Oberth


Einen weiteren Schwerpunkt legt Schurz auf die "Zukunft des dörflichen Lebens". Sterbende Dorfwirtschaften, fehlende Einkaufsmöglichkeiten, Dörfer die zu Schlafstätten verkümmern - all´ das ist für Schurz Realität, die aus vielen kleineren Ortschaften kennt. Er setzt sich deshalb für die Einrichtung von weiteren Dorfgemeinschaftshäusern und Dorfläden ein. Diese Angebote müssten "vermehrt unterstützt, geschaffen und gefördert" werden, sagte der SPD-Mann.

Alles in allem sehe er seine Kandidatur als "eine Herausforderung" an. Doch aufgrund seines vielfältigen Engagements sehe er sich für den Wahlkampf und das Amt gut gerüstet. Beruflich hat er als Zollbeamter Karriere gemacht, doch seiner Heimat blieb Bernhard Schurz immer eng verbunden. So ist er seit 35 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, war über 20 Jahre 1. Vorstand des Schützenvereins Wallmersbach und übt seit 2012 das Amt des 1. Gauschützenmeisters im Schützengau Uffenheim aus. Dazu kommt sein Einsatz als Schöffe oder bei der Wasserwacht. Dass Bernhard Schurz Gewerkschaftsmitglied ist mag wenig überraschen, als er jedoch bekanntgab, dass er "noch immer Mitglied des Bayerischen Bauernverbands" sei, ging dann doch ein Raunen durch den Saal.

Vor dem Wahlgang war dem prädestinierten SPD-Landratskandidaten Bernhard Schurz die Anspannung noch anzumerken. © Matthias Oberth


Der SPD-Landratskandidat gestand zu, dass er "nur wenig kommunalpolitische Erfahrung" mitbringe. Gleichzeitig sei dies jedoch von Vorteil, um "neue, unbelastete Blickrichtungen" einzunehmen. Dabei wolle er "nichts Unmögliches" erreichen. "Wir wollen eine lebenswerte Gesellschaft mit Solidarität, Freiheit und gegenseitiger Rücksichtnahme", so Bernhard Schurz am Ende seiner Ausführungen. Es gehe um "Politik von Menschen für Menschen", die mit "Sachverstand und Fingerspitzgefühl" gemacht werden müsse. Er und die SPD seien dabei die "Ansprechpartner für alle Menschen - jung, alt, für die Wirtschaft und Landwirtschaft".  

nbi

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