Sonntag, 28.02.2021

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Corona: Impfrunde zwei in der Hospitalstiftung

Stadträte verkauften am Sonntag Masken am Markplatz - 17.01.2021 19:00 Uhr

Wie Dr. Gerhard Sandig (rechts) und Dr. Georg Deichhardt (links) Pflegeheim-Bewohnerin Theresia Kernstock impfen, beobachten Bürgermeister Jürgen Heckel (links im Hintergrund) und der Geschäftsleitende Beamte der Stadtverwaltung Jürgen Boier.

17.01.2021 © Foto: Stefan Blank


"Rechter Arm oder linker Arm?", fragt Sandig Theresia Kernstock. Die Bewohnerin des Bad Windsheimer Pflegeheimes zuckt mit den Schultern – "egal". Der kleine Pieks macht Kernstock kein Kopfzerbrechen, schon eher, dass sie ihre Strickjacke danach wieder anbekommt. Rund 65 Senioren leben derzeit in der Hospitalstiftung, 90 Personen arbeiten in dem Pflegeheim, wie Pflegedienstleiterin Eva Szczepanski erklärt. Corona-Fälle gab es dort in den vergangenen Monaten auch, aktuell seien laut Szczepanski alle regelmäßig durchgeführten Testungen negativ gewesen.

Auch Bürgermeister Jürgen Heckel und der Geschäftsleitende Beamte der Stadtverwaltung, Jürgen Boier, schauen beim Start der für den Schutz nötigen Impfrunde zwei vorbei. "Wer die Möglichkeit hat, soll sich bitte impfen lassen", sagt Heckel. "Da geht es auch um Verantwortungsbewusstsein." Nebenwirkungen – "außer ein bisschen Müdigkeit" – hätte keiner nach der ersten Impfungen gehabt, sagt Szczepanski.

3350 FFP2-Masken verkaufte diese Gruppe in eineinhalb Stunden.

17.01.2021 © Foto: Anna Franck


Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie 2208 Corona-Fälle im Kreis registriert. 179 davon gelten derzeit als aktiv, befinden sich in häuslicher Isolation. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 liegt bei 48. Während es morgen in Berlin zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs wohl um weitere Verschärfungen geht, gilt ab Montag in Bayern FFP2Masken-Pflicht beim Einkaufen und in Öffentlichen Verkehrsmitteln. Um Bad Windsheimer mit entsprechenden Mund-Nasen-Bedeckungen zu versorgen, verkauften Stadträte, Verwaltungsangestellte und Helfer am Samstag FFP2-Masken auf dem Marktplatz. Sechs Tische wurden auf dem Areal mit Abstand platziert, an denen je zwei bis drei Personen den Verkauf stemmten.

Schon rund 15 Minuten vor Verkaufsbeginn um 10 Uhr sammelten sich die ersten erwartungsvoll vor dem Rathaus. War der Ansturm besonders zu Beginn groß, verteilten sich die Interessierten später recht gut. "Alle hatten Masken auf", lobte Heckel, der sich zufrieden zeigte, wenngleich es ihm darum nicht gehe. "Die Menschen sollen zufrieden sein. Wir machen das, um den Leuten zu helfen." Letztlich zum Verkauf standen rund 3350 FFP2-Masken, nach rund eineinhalb Stunden waren alle weg. Nach Abzug der Einkaufskosten soll laut Heckel mit dem Erlös der innerstädtische Handel unterstützt werden. Bedürftigen will die Staatsregierung zwei Millionen FFP2-Masken schenken, im Kreis sollen davon laut Landratsamt rund 20 000 Stück verschickt werden.

STEFAN BLANKUND ANNA FRANCK

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