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Das Fett hat gefehlt in der Therme

Kleiner Fehler beim Bau der Franken-Therme sorgte für Feuchtigkeit. - 07.06.2020 06:00 Uhr

Der neue Gang zum Salzsee ermöglicht einen geschlossenen Zugang ohne Temperaturunterschiede. © Foto: Frederik Ströhlein


Bevor es in die Therme selbst ging, zeigte Kurdirektor Mike Bernasco die Grünfläche an der Erkenbrechtallee, auf der Ende Juni mit dem Bau einer zwischen 200 und 230 Quadratmeter großen Facharztpraxis begonnen werden soll, wir berichteten. Zur Fachrichtung der Ärztin wollte sich Bernasco nach wie vor nicht äußern, einige Details seien noch zu klären. Der Mietvertrag sei aber unterschrieben, die Übergabe an die Ärztin für den 31. Januar 2021 bereits geplant. Im Februar 2021 soll der Betrieb starten.

Auch in der Therme wird fleißig gewerkelt, wir berichteten, die Modernisierung macht Fortschritte. Umkleidekabinen und Spinde wurden beispielsweise probeweise in einem Gold-Bronze-Ton neu beklebt. "Wir wollen weg vom Holz und so entsteht ein schöner Kontrast. Besucher, die nicht so gut sehen, können die Türen so gut erkennen", erklärte Bernasco. Im Zuge des Gesamtumbaus soll sich entscheiden, wann der Rest beklebt wird. Im Becken in der neuen Badehalle lagert derweil für 14 Tage eine Probefüllung. Durch sie wird getestet, ob das Becken dicht ist. Ein Leck habe es gegeben, aber das sei so gut wie behoben.

Behebbar war nun auch ein Fehler, der bereits beim Bau der Therme begangenen worden war. Die Heizungsanlage, eine sogenannte Ringanlage, war nie ganz dicht, wie Bernasco in der konstituierenden Sitzung erklärte. "Es gab immer wieder Tropfstellen. Mal mehr, mal weniger." Immer wieder wurde improvisiert und wurden undichte Stellen wieder abgedichtet. Denn: Die Ringleitung verfügt über keine Zwischenschieber. Hätte man sie reparieren wollen, hätte die gesamte Anlage heruntergefahren und der Badebetrieb zeitweise eingestellt werden müssen.

Während der Corona-Zeit wurde die Anlage nun aufgrund der Erweiterungsmaßnahmen und der behördlichen Schließung stillgelegt. Das führte dazu, dass die Ringleitung an mehreren Stellen aufgegangen ist. "Das Wasser ist in großen Mengen ausgetreten", erklärte Bernasco. Das Ergebnis der Ursachenforschung: "Beim Einbau wurde vergessen, die Dichtungsstellen einzufetten."

Um die Ringleitung bei künftigen Reparaturen an den kaputten Stellen unterbrechen zu können, wurden nun Schieber eingebaut. Die Kosten dafür über rund 20 390 Euro seien, so Bernasco, dem Zweckverband Kurzentrum zuzuordnen. Zudem mussten alle sechs Meter die Dichtungen ausgetauscht werden. 20 Prozent der Gesamtkosten von rund 37 367 Euro sollte der Zweckverband tragen, 80 Prozent die Franken-Therme.

Beschriebene Lösung wurde vorab in Gesprächen unter Vorbehalt zwischen Bürgermeister Jürgen Heckel und Mike Bernasco sowie unter Einbezug von Stadtkämmerin Melanie Greifenstein und Kreiskämmerin Silvia Ripka erarbeitet und nun den Mitgliedern des Zweckverbandes vorgelegt. "Es sind Kosten, die uns in einer Unzeit treffen. Aber sie sind halt da. Der Auftrag wurde bereits vergeben, weil es gemacht werden musste", erklärte Bernasco. Das sahen auch die Mitglieder so, denn der Vorschlag wurde einstimmig bewilligt.

ANNA FRANCK

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