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Digitale Hilfe im Angebotsdschungel

Fallbeispiele und Dienstleister im Überblick: Team der Hochschule Ansbach stellt Entwurf der Internetplattform Neawis vor - 12.04.2019 16:25 Uhr

So wird die neue Informationsplattform Neawis grob aussehen: Die beiden zuständigen Wissenschaftlerinnen, Leonie Hugo (links) und Dunja Zöller, präsentieren den aktuellen Stand des Projektes, das am 20. Mai freigeschaltet wird. Foto: Stefan Blank


Bisher wurde als Starttermin nur "Frühjahr" genannt, nun steht fest, wann es losgeht: Am 20. Mai wird www.nea-wis.de freigeschaltet.

Mit Projektleiter Professor Dr. Sascha Müller-Feuerstein, Dunja Zöller und Armin Leppert stellte die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Ansbach der Windsheimer Zeitung den Entwurf der Informationsplattform zu Versorgungsstrukturen vor. "Der Name Neawis wird bleiben, der hat sich schon eingeprägt", sagt Armin Leppert. Noch in der "Entwicklung", wie Müller-Feuerstein es formuliert, ist das Logo.

Finden werden die Nutzer künftig auf der Internetseite sowohl Erklärungen, was Neawis ist, als auch Fallbeispiele, Hinweise auf Fachartikel und eine Übersicht zu Dienstleistern und all ihren Angeboten. Über einen Login-Bereich sollen diese dafür sorgen, dass die Daten stets aktuell sind, erklärt Leonie Hugo. Bei den Fallbeispielen sollen unter anderem Tipps gegeben werden, was Angehörige tun können, wenn einer der Liebsten gestürzt oder an Demenz erkrankt ist. Beantwortet werden Fragen wie "Wo gibt es Hilfe? Was kann ich machen? oder Wer ist mein Ansprechpartner?", erklärt Müller-Feuerstein.

Ob Pflegebedürftige, Betroffene oder Angehörige die Haupt-Zielgruppe sein werden, vermag der Professor nicht zu sagen. "Da müssen wir die Auswertungen des Nutzungsverhaltens abwarten", sagt Müller-Feuerstein. Auf Barrierefreiheit durch veränderbare Schriftgröße oder Kontrast-Einstellungen sowie eine Vorlese-Funktion wurde bei der Entwicklung der Seite aber bereits geachtet.

Zum Start der Seite werden zwar die Angebote von rund 100 Dienstleistern eingespeist sein, es werden jedoch noch nicht alle Funktionen zur Verfügung stehen, sagt Leonie Hugo. So soll später noch ein Login-Bereich für Nutzer hinzukommen, weitere Fallbeispiele vorgestellt und ein persönlicher Organisations-Assistent sowie eine Orientierungshilfe für Beratungsgespräche installiert werden. Nun wird die Präsentation mit Spannung erwartet, doch im Hintergrund geht es schon jetzt um die Nachhaltigkeit. Völlig offen ist, wer das Projekt ab 2021 – wenn die Hochschule ihre Arbeit abgeschlossen hat – betreuen soll und wie dies finanziert wird. Alles sei möglich, sagt Sascha Müller-Feuerstein. "Aber es ist völlig ungeklärt bisher und aus unserer Sicht ein ganz spannendes Thema."

InfoDienstleister aus dem Landkreis, die bisher noch keinen Kontakt mit den Verantwortlichen hatten, können sich per E-Mail an info@nea-wis.de wenden.

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