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Ergersheim bekommt schnelles Internet

Gemeinderat stellt Weichen für den Ausbau - Dank Abwasserleitung billiger - 07.02.2014 08:02 Uhr

Die Firma Knauf (im Hintergrund) hat eine Standleitung. Nun soll auch der Rest von Ermetzhofen eine schnelle Internetverbindung bekommen. © Hans-Bernd Glanz


Im Dezember hatte der Gemeinde­rat bereits im nicht öffentlichen Teil einen Grundsatzbeschluss gefasst. Nicht öffentlich deshalb, wie Bürger­meister Gerhard Wunderlich erklär­te, weil dort die angebotenen Über­tragungsraten verschiedener Anbie­ter genannt wurden. Realität werden soll die schnellere Internetversorgung für die Ortsteile Ermetzhofen, Neuherberg und Seen­heim mithilfe des Breitbandförder­programms. Mit diesem sei ein Zu­schuss von bis zu 500.000 Euro je Ge­meinde möglich, sagte Wunderlich.

Für Ergersheim würde das bei einem Fördersatz von 40 Prozent förderfähi­ge Baukosten von 1,25 Millionen Euro bedeuten. Nach den neuen För­derrichtlinien des bayerischen Fi­nanzministeriums könnte Ergers­heim sogar mit 60 Prozent rechnen, so Wunderlich.

Kanal macht Breitbandanschluss günstiger

Der "Verbesserungsbedarf" bei der Internetverbindung wurde für die Ortsteile Ermetzhofen, Neuherberg und Seenheim bei der landkreiswei­ten Erhebung bereits festgestellt. Mittels Leerrohr sei der Anschluss der örtlichen Kabelverzweiger an das Glasfasernetz möglich, so Wunderlich, was rund 607.500 Euro kosten soll.

Deutlich günstiger könnte es werden, wenn beim geplanten Bau einer Abwasserdruckleitung von Ermetzho­fen über Neuherberg und Seenheim nach Ergersheim die Lücken im Leer­rohrnetz geschlossen werden könnten. Dann würde der Anschluss ans schnel­le Internet für die drei Ortsteile nur noch gut 215.000 Euro kosten, sagte Wunderlich.

Nur Ortskerne in Plaung inbegriffen

Um in den Genuss des Zuschusses zu kommen, muss die Gemeinde das Erschließungsgebiet, auch Gewerbe­oder Kumulationsgebiet genannt, fest­legen. Neben anderen Anschlussneh­mern müssen dort mindestens fünf Unternehmer ansässig sein. Einer von diesen sollte einen Bedarf von 50 Megabit je Sekunde anmelden und glaubhaft begründen.

Bürgermeister Wunderlich zeigte in der Sitzung einen groben Plan der Erschließungsgebiete. Inbegriffen sind nur die Ortskerne, nicht aber die in die Außenbereiche ausgesiedelten Betriebe. Die Biogasanlage Neuher­berg bräuchte beispielsweise aber auch schnelles Internet, sagte Ge­meinderat Dieter Förster. Die Fern­wartung wird per Internet erledigt und bei den aktuellen niedrigen Übertragungsraten gäbe es dabei im­mer wieder Probleme.

Technisch möglich

Auch in Ermetzhofen gibt es solche Fälle, hier ist nur der Ortskern, nicht aber die Firma Knauf inbegriffen, da diese seit Jahren eine Standleitung besitzt. Die wenigen Gebäude an der Kreisstraße nördlich der Gipsabbau­firma sind entsprechend auch nicht Teil des Kumulationsgebiets.

Da aber die geplante Abwasserlei­tung wohl entlang der Kreisstraße verläuft, sollten die Grundstücke entlang dieser Trasse, was auf alle ge­nannten Fälle zutrifft, auch eine möglichst optimale Breitbandversor­gung erhalten. So wurde es im Ge­meinderatsbeschluss einstimmig festgehalten und der Bürgermeister beauftragt, sich darum zu kümmern. Technisch müsste es möglich sein, schätzt Wunderlich, die Leitung anzu­zapfen. 

Claudia Lehner

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