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Erste Corona-Impfungen: 35 Piekser verteilt

Mitarbeiter und Bewohner der Hospitalstiftung erhielten als erste den Impfstoff gegen das Coronavirus. - 27.12.2020 18:00 Uhr

Dr. Gerhard Sandig gibt einem Bewohner der Hospitalstiftung eine Spritze mit dem Impfstoff (hinten: Dr. Georg Deichhardt).

27.12.2020 © Foto: ASB Bundesverband


Es war kurz vor 13 Uhr, als Erich Matthis "die Nummer 35" vorbereitete. Mit der letzten Impfung in der Hospitalstiftung war der erste Arbeitstag des Teams, das künftig mit dem Impfmobil im Landkreis unterwegs ist, aber noch nicht ganz beendet. Nachbesprechungen seien im Anschluss am Sonntag noch nötig gewesen, sagte Matthis, Geschäftsführer beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bad Windsheim. Schon am Montag geht es weiter.

Zweite Anlaufstelle ist am Montag das Seniorenzentrum Lichtblick in Burgbernheim, teilte Landratsamtssprecher Matthias Hirsch mit. Das hatte eigentlich schon für Sonntag auf der Agenda gestanden, man beschränkte sich aber vorerst auf die Hospitalstiftung, berichtete Hirsch.

In der Einrichtung in der Kurstadt indes lief alles "reibungslos", wie Leiterin Jessica Leßmann der WZ berichtete. Gegen 10 Uhr waren die ersten Bewohner bereit, es hat dann zwar bis 11 Uhr gedauert, ehe das mobile Impfteam des ASB loslegte, aber sonst gab es "keine Schwierigkeiten". Auch nicht mit irgendwelchen Nebenwirkungen, betonte Leßmann. Von den 100 Impfdosen, die der Landkreis am Zweiten Weihnachtsfeiertag erhalten hatte, wurden nur 35 eingesetzt, 20 gingen an Mitarbeiter der Hospitalstiftung, 15 an Bewohner. Die Erklärung lieferte Leßmann: Jeder, der bereits positiv auf das Coronavirus getestet worden war, wird vorerst nicht geimpft. Diese Personen tragen höchstwahrscheinlich schon Antikörper in sich. In der Hospitalstiftung sei man somit "insgesamt nahezu durch", sagte Leßmann. Nur noch vereinzelte Mitarbeiter würden sich zeitnah im Impfzentrum im Kur- und Kongress-Center (KKC) immunisieren lassen.

Landrat Helmut Weiß (links) und Erich Matthis (rechts) nehmen den Impfstoff von zwei Mitarbeitern des Technischen Hilfswerks Baiersdorf in Empfang.

27.12.2020 © Foto: ASB Bundesverband


Genau dort soll am Montag der reguläre Betrieb langsam anlaufen. Ab Montag hat das Impfzentrum im KKC – im vorderen Künstlerbereich nahe des Parkplatzes gelegen – geöffnet. Zwingend notwendig ist eine telefonische Anmeldung unter 09161/92-70 70, das Telefon ist montags bis freitags zwischen 8 und 12 Uhr und 14 und 18 Uhr besetzt, nur für den Montag gilt: 10 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr.

Melden sich Personen an, wird überprüft, welcher Priorisierungsstufe sie angehören. Aktuell dürfen nur Bürger der höchsten Stufe, solche über 80 Jahren und solche, die in der Pflege arbeiten, geimpft werden. Passt die Stufe, werden per Post Unterlagen verschickt, die beim Impftermin ausgefüllt mitgebracht werden müssen. Wichtig: Bei Vergabe des ersten Impftermins wird auch gleich der nötige zweite Termin vergeben. Dieser muss etwa drei Wochen später erfolgen, damit der Impfstoff von Biontech seine volle Wirkung entfallen kann. Sollte der zweite Impftermin nicht wahrgenommen werden, so verfällt die erste Impfung.

150 Impfungen pro Tag

Je nach Liefermenge des Impfstoffes kalkuliert das Landratsamt damit, dass mittelfristig 150 Impfungen pro Tag im Impfzentrum sowie von den zwei mobilen Teams verabreicht werden können. Weitere Impfstofflieferungen seien für 29. und 31. Dezember angekündigt. Koordiniert wird das Prozedere übrigens auch von Dr. Gerhard Sandig, der Internist aus Bad Windsheim wurde zum Ärztlichen Leiter des Impfzentrums ernannt.

Derweil wird auch weiter normal getestet. Am Sonntag vermeldete das Landratsamt einen Zuwachs an Neu-Infektionen von 41 auf insgesamt 1859. 209 Fälle gelten als aktiv. Bis Montag sind 36 Personen an oder mit einer Virus-Infektion gestorben.

BASTIAN LAUER

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