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Samstag, 24.08.2019

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Erste Schritte zum Jahr 2040

Studenten eines Forschungsseminars erstellen Fragebögen für die Bürger der Stadt Bad Windsheim und der Ortsteile. - 02.08.2019 15:43 Uhr

So schaut Bad Windsheim aktuell aus. Wie die Stadt im Jahr 2040 aussehen könnte, darüber grübeln derzeit Studenten der Universität Bamberg. Aber nicht alleine, denn im Herbst werden die Bürger der Stadt und der Ortsteile mit eingebunden. © Archiv-Foto: Stefan Blank


Professor Dr. Marc Redepenning und sein Mitarbeiter Dr. Sebastian Scholl sprechen von einer befruchtenden Diskussion mit Bürgermeister Bernhard Kisch und Stadtbaumeister Ludwig Knoblach, der den Kontakt zum Lehrstuhl hergestellt hatte. Beide hatten den Studenten Rede und Antwort gestanden. Beim Stadtspaziergang gewannen die Studenten nach der Theorie erste Einblicke. Nach den Worten ihres Professors hatten sie dabei zum Beispiel ein Augenmerk auf die Strukturen der Stadt oder den Leerstand.

Eine lebendige Stadt

Wie Redepenning und Scholl sagten, hätten die Studenten eine lebendige Stadt vorgefunden, die aber in Teilen ein Leerstandproblem habe. Aufgefallen seien viele inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte und das Gastronomieangebot. "Das ist aber nur der erste Eindruck", betonte Redepenning. Wichtig seien die Ergebnisse der für September/Oktober geplanten Umfrage, mit deren Vorbereitung man sich derzeit im Forschungsseminar intensiv beschäftige. Laut Knoblach wird es Fragen zu den Themenfeldern Allgemeines zum Leben in Bad Windsheim, Wohnen, Mobilität, Daseinsvorsorge, Erholung und Freizeit, Gemeinschaft und Identität sowie Stadtentwicklung geben. Er habe Themen angesprochen, aber keine Vorgaben gemacht, betont Knoblach.

Vorgesehen ist nach derzeitigem Stand, dass etwa jeder zweite Haushalt in der Stadt einen Umfragebogen erhält, in den Ortsteilen soll jeder einen bekommen. Wer nicht in der Stichproben-Befragung einen Bogen bekommt, aber dennoch teilnehmen möchte, kann sich diesen voraussichtlich im Rathaus abholen. Auch online soll es möglich sein, den Fragebogen auszufüllen. Nach Eingang der Bögen werden diese wissenschaftlich ausgewertet. Die Studenten werden dazu Abschlussberichte verfassen. Im Frühjahr sollen die Ergebnisse öffentlich präsentiert werden. Auf die freut sich schon Ludwig Knoblach.

Weniger Individualverkehr

Auch er hat Vorstellungen vom Jahr 2040 für Bad Windsheim. Er spricht von einer Verzahnung der unterschiedlichen Teile der Stadt, von einer Verbindung von Therme, Altstadt und Freilandmuseum. Er rechnet mit weniger Individualverkehr in der Stadt und hofft, dass Bad Windsheim sein historisches Bild bewahrt hat. Damit auch die Ortsteile ihre Lebensqualität bewahren können, darf man sich natürlich nicht nur um die Alt- und Neustadt kümmern. 

GERHARD KRÄMER

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