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Donnerstag, 19.09.2019

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Franken-Therme: 7500 Badende nutzen Abendtarif

Modernisierung der Franken-Therme ist im Zeitplan. - 04.09.2019 12:00 Uhr

Bauphase eins ist im Nordosten der Franken-Therme in vollem Gange, in diesen Wochen beginnt die zweite. Kurdirektor Mike Bernasco (rechts) und Technischer Thermen-Leiter Oliver Fink begutachten die Gruben, wo unter anderem ein Außenbecken sowie das neue Schwebebecken entstehen. © Foto: Stefan Blank


Bauphase eins ist laut Technischem Thermen-Leiter Oliver Fink "voll im Zeitplan", Phase zwei beginnt Mitte September. Im Gespräch mit der WZ haben Fink und Kurdirektor Mike Bernasco nun weitere Details zur Umgestaltung des Eingangsbereichs verraten und eine erste Bilanz zum im Juni eingeführten Abendtarif gezogen. Die Tendenz: Bernasco kann sich gut vorstellen, dass das "Spezial-Angebot für Gäste aus der Region" langfristig gilt.

Bagger sind im Einsatz, Trägerstangen ragen aus dem Boden und auch eines der Becken ist bereits grob sichtbar. "Das Außenbecken ist gegossen", sagt Oliver Fink und deutet auf die Umrisse des "Open-Air-Erfrischungsbeckens", das später mit eineinhalb-prozentigem Solewasser gefüllt werden soll. Das Vorzeigeprojekt der Modernisierung ist die Badehalle mit dem neuen Zwölf-Prozent-Schwebebecken, für das "Vorbereitungsarbeiten laufen", wie Fink sagt.

"Das alles wird schick, schön und neu", sagt Bernasco und lächelt. Während Bauphase eins weitergeht, wird der zweite Abschnitt in wenigen Tagen gestartet. Dabei wird ein neuer Zugang zum Salzsee gebaut, in den Duschen und Sanitärräume integriert sind, die zum Teil auch Barrierefreiheit garantieren. Der zugige und im Winter unangenehme Übergangsbereich zur Salzseekuppel verschwindet. "Wir werden den alten Zugang erst abreißen, wenn der neue fertig und nutzbar ist", stellt Mike Bernasco klar. Wohl im Sommer 2020 wird noch der überdachte Teil des Salzsees von dessen Außenbereich abgetrennt. Es gilt wie bei der gesamten Maßnahme: Die Badegäste sollen davon so wenig wie möglich mitbekommen. "Da muss ich unseren tollen Mitarbeitern mal ein Riesenlob aussprechen, die sorgen jeden Tag dafür, dass sich jeder wohlfühlen kann", sagt der Kurdirektor.

Um dieses Wohlfühl-Erlebnis für langfristig angepeilte 500 000 Besucher jährlich möglich zu machen – 2018 waren es 434 419, der Rekord liegt bei 457 045 aus dem Jahr 2016 –, wird aber auch an weiteren Stellschrauben gedreht. Punkt eins: der Eingangsbereich. "Das ist aktuell nicht optimal", findet Bernasco. Ein erster Entwurf wurde nach zahlreichen Gesprächen und Diskussionen mit den Mitarbeitern komplett überarbeitet, berichtet der Kurdirektor. "Die wissen am besten, worauf es wirklich ankommt." Nach aktueller Planung werden die Gäste zukünftig direkt auf drei Kassenplätze zulaufen. "Wir wollen keine unnötigen Wartezeiten, es soll so unkompliziert wie möglich sein", sagt Bernasco.

"Ankommgefühl" an der Kasse

Sechs Arbeitsplätze, maximal sechs Kassen, vier Drehkreuze, die in beide Richtungen nutzbar sind, und zwei Türchen. Im Bereich rechts neben dem Eingang soll ein "optisches Highlight" als Blickfang dienen, ein "Ankommgefühl" hervorrufen. In einem hinter den Kassen befindlichen Shop werden eigene Produkte, Lesestoff oder "für Badende wichtige Kleinigkeiten" angeboten. "Wir testen derzeit sehr viel, es sollen mehr als 100 eigene Produkte werden", sagt Bernasco; Cremes, Öle, zahlreiche Kosmetik-Artikel. Das Entrée wird ab April oder Mai umgebaut und ebenfalls Ende 2020 neu eröffnet werden.

Bis Ende Mai auf jeden Fall fortgeführt wird der Abendtarif, der seit Juni zur Verfügung steht und "vor allem von Leuten aus der Region genutzt wird", sagt Bernasco. Von Montag bis Donnerstag kostet der Eintritt von 18 bis 22 Uhr nur zehn Euro, mit Saunabereich 15 Euro. "Unser Ziel ist es, die Spitzen bei den Besucherströmen herauszunehmen, und wir merken, abends ist deutlich mehr los", sagt Bernasco. Waren es im Juni 1749 Gäste, die den Abendtarif nutzten, waren es im Juli knapp 2500 und im August 3500. So spricht Bernasco von einem "schon jetzt sehr, sehr erfolgreichen Tarif", der auch über die Modernisierungsphase hinaus gelten könnte. Insgesamt lagen die Besucherzahlen bis Ende August um rund 7500 über denen des Vorjahres.

Während im Nordosten der Therme weiter gebaut wird, soll sich im Oktober auch am Parkplatz einiges verändern. Die geplante Schranken-Anlage (wir berichteten) soll im Oktober geliefert und montiert werden. Dann wird es laut Bernasco eine Testphase geben. "Wir gehen derzeit davon aus, dass wir Anfang November den Betrieb aufnehmen können." Dann dürfte auch langsam das Schwebebecken an der Reihe sein.

InfoAktuelle Bilder von der Baustelle an der Franken-Therme liefert eine Kamera, die Aufnahmen werden in einem Zeitraffer-Video unter dem Motto "Was bisher geschah" zusammengeschnitten, das im Internet unter www.franken-therme.net/aktuelles/baustelle zu finden ist. 

STEFAN BLANK

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