18°

Donnerstag, 20.06.2019

|

zum Thema

Franken-Therme: Fast zehn Millionen Euro für Investitionen

Zweckverband Kurzentrum winkt Haushaltsplan durch - Große Erweiterung geplant - 18.12.2018 18:07 Uhr

Der Hochsolebereich der Franken-Therme wird für rund 9,6 Millionen Euro ausgebaut. © Archiv-Foto: Stefan Blank


Zwei Drittel der rund 450 000 Thermengäste jährlich gehen in den Hochsolebereich, der nun für insgesamt rund 9,6 Millionen Euro ausgebaut wird. Das berichtete Bürgermeister Bernhard Kisch, der dem Zweckverband vorsteht, an dem zu zwei Dritteln die Stadt und zu einem Drittel der Landkreis beteiligt sind. Dass die Runde den Etat durchwinken konnte, war anfangs nicht ganz sicher, da neben Kisch und Landrat Helmut Weiß nur zwei Stimmberechtigte, Wilhelm Dehner und Ronald Reichenberg, gekommen waren. Fünf von neun Verbandsmitgliedern sind nötig, um beschlussfähig zu sein. Nach einigen vergeblichen Telefonaten von Stadtkämmerer Siegfried Heger sorgten Eberhard Gurrath und Georg Gerhäuser mit ihrem Erscheinen für Erleichterung.

Heger, der im Januar in die Freistellungsphase geht, erklärte letztmals den dieses Mal 61 Seiten starken Haushaltsplan. Im kommenden Jahr will der Zweckverband netto rund 3,6 Millionen Euro investieren, 2020 folgen weitere 3,77 Millionen Euro. Mit den heuer – bisher für die Planung verwendet – und 2021 eingeplanten Summen kommt so ein Netto-Betrag von 7,567 Millionen Euro zusammen. "Wir bekommen von der Wirtschaftsförderung des Freistaates vier Millionen", rief Kisch noch mal in Erinnerung und dankte Weiß für dessen Einsatz dabei. 3,967 Millionen Euro werden zusätzlich an Krediten aufgenommen.

Damit erhöht sich der Schuldenstand des Zweckverbands von 10,37 Millionen Euro zum Ende des Jahres auf knapp zwölf Millionen Euro Ende 2019 und rund 13 Millionen Euro Ende 2020. An Rücklagen stehen aktuell rund 409 000 Euro zur Verfügung, da sollen jedoch künftig pro Jahr jeweils 300 000 Euro dazukommen, um Generalsanierungen von Becken finanzieren zu können, sagte Heger.

Eine Diskussion zu dem Etatplan gab es nicht wirklich, Ronald Reichenberg merkte nur an, dass die Umsetzung aus seiner Sicht zu lange gedauert habe: "Wenn wir schneller gewesen wären, wären wir günstiger weggekommen." Dem widersprachen sowohl Kisch als auch Georg Gerhäuser und verwiesen auf Modalitäten der Vergabe nach europäischem Recht, die nötig waren, um eine solch hohe Fördersumme erhalten zu können. Kämmerer Heger und alle Beteiligten hätten sich extrem engagiert, "wir durften die Zuschüsse nicht gefährden", sagte Kisch.  

sb

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Bad Windsheim