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Franken-Therme: Noch mehr Entspannung ab Ende 2020

Modernisierung beginnt im März – Schwebebecken und Gang der Sinne - 20.01.2019 09:50 Uhr

Der Salzsee unter der Kuppel (links) wird vom Freiluft-Bereich abgetrennt. An diesem entsteht ein Panorama-Schwebebecken. © Günter Blank


Doch besonders wichtig ist Bernasco: "Es wird keinen einzigen Schließtag geben." Rund neun Millionen Euro werden investiert, verbaut in drei Abschnitten. "Es werden aber keine Handwerker durch die Therme laufen", kündigt Bernasco an. Das Ziel ist: "Die Gäste sollen so wenig Einschränkungen wie möglich haben." Unter anderem sollen Kräne Bauteile über Thermengänge heben und Arbeiter Baugerüstbrücken nutzen. Der Kurdirektor versprich zugleich, dass es nach der Preiserhöhung zum Jahresanfang bis Ende der Bauzeit keine weitere geben wird.

Vorbereitende Maßnahmen laufen ab März, erklärt Bernasco. "Ab April geht es richtig los." In Teil eins werden "massive Erdarbeiten" für das neue Panoramabecken erledigt, das an den Gang zwischen Vital-Hotel und Badebereich anschließen soll und zwischen diesem und dem Außen-Salzsee errichtet wird. "Das wird schon ein echtes Unikum", gerät der Technische Leiter der Therme, Oliver Fink, ein bisschen ins Schwärmen.

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In dem neuen Prunkstück der Therme sollen Badefreunde bei 1,35 Meter Wassertiefe und "Wohlfühl-Atmo-sphäre" durch eine bodentiefe Panorama-Glasfront einen Blick auf die neu zu schaffende "strandähnliche Situation" im Außenbereich des Hochsole-Areals genießen können. Dort wird ein Außenbecken mit Sprudel-Elementen gebaut, das laut Fink flexibel mit 1,5 bis vier Prozent Sole im Wasser befüllt werden kann. Gleich daneben liegt der Freiluft-Salzsee, der von der Fläche unter der Kuppel abgetrennt wird. Beide Bereiche sollen weiter über 26,9-prozentigen Salzgehalt verfügen, Bernasco verspricht sich aber "gleichbleibend hohe Badequalität bei jeder Wetterlage" und Energieeinsparungen. Aktuell wird der Außenbereich in den Wintermonaten mit Plastikbällchen abgedeckt, um starkes Auskühlen zu verhindern. Ganz neu gebaut wird auch der Sanitär- und Eingangsbereich zum Salzsee, wobei der derzeit genutzte erst abgerissen wird, wenn der Neubau steht.

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Eine spezielle Rolle bekommt der "Gang der Sinne", der aktuell – vornehm formuliert – schlicht braun gestrichen und mit ein paar Bildern von der Kurstadt etwas aufgehübscht ist. "Wir wollen die Baustelle öffentlich erlebbar machen", sagt Bernasco. Von dem Gang aus soll "jeder Gast zu jeder Zeit sehen, was gerade passiert". Baustellenführungen seien geplant und die Thermen-Verantwortlichen wollen die Phase nutzen, "um zu erklären, was technisch und damit im Hintergrund alles so passiert", sagt Fink. Final soll die angedachte Salz-Erlebniswelt in umgeplanter Form in einen mit Leben erfüllten Gang der Sinne, der vom neuen Becken einsehbar sein wird, integriert werden.

Alle Bereiche optimiert

Neben den großen Projekten, also den Becken, dem Außenbereich und dem nötigen zusätzlichen Technikgebäude sollen alle Bereiche optimiert werden, sagt Bernasco. Dabei werde auch neueste Technik genutzt werden. Die Umkleideräume sollen mit den 150 zusätzlichen Spinden neu konzipiert werden, ebenso der Bereich für Menschen mit Behinderung. Durch den Bau neuer Sammelumkleiden werden die Gärten in den Innenhöfen "kaum spürbar kleiner", sagt Fink.

Vor Augen haben die Verantwortlichen, die Zahl der Badegäste von 434 419 im Jahr 2018 mittelfristig weiter zu steigern. "Es geht darum, die Spitzen zu reduzieren und trotzdem insgesamt mehr Gäste begrüßen zu können", sagt Bernasco, der auch spezielle Angebote wie möglicherweise Abendtarife nicht ausschließen will. Das Ziel unter Stadtspitze und Stadträten ist schon seit längerem eine halbe Million Badegäste pro Jahr. Mit der Modernisierung wollen Fink, Bernasco und ihr Team versuchen, dass dies mit "Entspannen, Erleben und Genießen" einhergehen kann.

Stefan Blank

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