Sonntag, 18.04.2021

|

Fränkische Fachwerkstraße wird in Bad Windsheim gegründet

Gründungsversammlung für die Regionalstrecke Franken findet nächste Woche in Bad Windsheim statt - 24.02.2021 06:00 Uhr

Gruppenbild vor Fachwerk (von links): Jürgen Heckel, Ronald Reichenberg, Maren Sommer-Frohms, Volker Holzberg, Mike Bernasco und Rainer Volkert.

23.02.2021 © Foto: Günter Blank


Volker Holzberg, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Deutsche Fachwerkstraße, und Maren Sommer-Frohms, Geschäftsführerin der 1975 gegründeten "Muttergesellschaft" Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte, erläuterten am Dienstag im Rathaus den Stand der Dinge. Seßlach, Untermerzbach, Ebern, Bad Windsheim, Marktbreit und Ochsenfurt gehören definitiv zu den Kommunen, welche auf der neuen Straße durchstarten wollen, fünf weitere haben bereits die entsprechende Mitgliedschaft beantragt: Cadolzburg, Baunach, Königsberg in Bayern und Marktzeuln. Und es könnten noch mehr werden, denn zu der Gründungsversammlung haben sich Vertreter von 23 Städten und Gemeinden angemeldet.

Bad Windsheim ist als treibende Kraft dabei, seit es darum geht, in die bislang existierenden sieben deutschen Fachwerk-Regionalstrecken eine achte, die fränkische, einzubinden. Diesbezügliche Kontakte hatte der damalige Bürgermeister Bernhard Kisch bereits vor einigen Jahren bei einer Messe geknüpft, Ende 2018 trafen sich Vertreter interessierter Kommunen in Bad Windsheim.

Heute treibt Kischs Nachfolger Jürgen Heckel das Projekt mit Kurdirektor Mike Bernasco voran, in welches vor Ort Einrichtungen und Vereine wie das Fränkische Freilandmuseum oder der Verein Alt-Windsheim, am Dienstag vertreten durch Rainer Volkert, eingebunden sind.

Mehr als 3900 Kilometer

Schon jetzt summieren sich die Teilstrecken der primär in Nord-Süd-Richtung ausgerichteten Deutschen Fachwerkstraße auf eine Länge von mehr als 3900 Kilometer. Mit der 1990 ins Leben gerufenen Ferien- und Kulturstraße soll "das kulturelle Erbe des Fachwerks einer großen Öffentlichkeit bekanntgemacht und so der Tourismus in den Mitgliederstädten gefördert werden", heißt es in einem Pressetext der Deutschen Fachwerkstraße.

Genau diesen Effekt erhoffen sich natürlich Jürgen Heckel, sein Stellvertreter Ronald Reichenberg und Mike Bernasco von der Mitgliedschaft Bad Windsheims, wie sie am Dienstag betonten. "Wir bringen mit so einer Fachwerkstraße die ganze Region wieder nach vorne und zeigen Flagge", sagte Heckel. Und Bernasco sieht in Bad Windsheims reichhaltiger wie vielfältiger Fachwerklandschaft " einen weiteren Grund, nach Bad Windsheim zu kommen". Nicht zuletzt gehe es auch um die Frage, wie das Kulturgut Fachwerkhaus in die Zukunft überführt werden kann, machten Sommer-Frohms und Holzberg deutlich.

GÜNTER BLANK

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Bad Windsheim