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Mittwoch, 23.10.2019

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Fridays for Future: Zukunft kommt in der Kurstadt an

Bad Windsheim und Neustadt werden zu Schauplätzen beim weltweiten Klimastreik von Fridays for Future - 18.09.2019 15:50 Uhr

So wie hier im Juli in Nürnberg, gehen weltweit Kinder und Jugendliche seit Monaten freitags auf die Straße. In dieser Woche erreicht die Bewegung auch Bad Windsheim, wobei explizit alle Erwachsenen zur Beteiligung aufgerufen sind. © Foto: Stefan Hippel


Zweiter Schauplatz im Landkreis ist Neustadt, wo um 13.15 Uhr zum wiederholten Male eine Schüler-Demo von Fridays for Future startet. Um 13.15 Uhr beginnt am Schulzentrum ein Zug zum Marktplatz, wo sich um 14 Uhr die Kundgebung anschließt.

Verschiedene Initiativen, Verbände, Gewerkschaften, Parteien und Private rufen vielerorts zur Beteiligung an den Aktionen auf. Ziel ist der größte globale Klimastreik aller Zeiten. Der 20. September ist bewusst gewählt als dritter globaler Klimatag. An diesem Freitag will das Klimakabinett in Berlin über die nächsten Schritte der Bundesregierung in der Klimapolitik entscheiden, in New York wird der Klimagipfel 2019 der Vereinten Nationen vorbereitet , welcher tags darauf beginnt. Begleitet werden soll dies vom größten globalen Klimastreik aller Zeiten.

Nicht nur Schüler, auch alle Erwachsenen ruft Klima-Streik.org hierzu über ein breites zivil-gesellschaftliches Bündnis mit mehr als 50 Nichtregierungsorganisationen und Partnern dazu auf, weltweit auf die Straße zu gehen – für die Einhaltung des Paris-Abkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung.

Zu den Unterstützern des Protests im Landkreis gehört die Kreisgruppe des Bundes Naturschutz. Der habe gemeinsam mit vielen anderen Umweltschutzverbänden ein Handlungsprogramm für effektiven Klimaschutz erarbeitet, teilt Kreisvorsitzende Karin Eigenthaler mit. Für sie ist klar: "Es muss sofort gehandelt werden, eine Verzögerung beim Klimaschutz führt zu noch mehr Klimaschäden."

Auch der Kreisverband der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) ruft dazu auf, am Freitag in den Klimastreik zu treten, denn, so Vorsitzender Jürgen Osterlänger zur Klimapolitik der Bundesregierung: "Die bisherigen Schritte reichen nicht und gefährden die Lebenserhaltungssysteme der Erde." Als "Hauptforderungen" nennt er den Kohleausstieg bis 2030 und eine "hundertprozentig erneuerbare Energieversorgung bis 2035". Die ÖDP unterstütze das Ansinnen von Fridays for Future, der Politik ein klares Zeichen zu setzen. "Wir wollen den Kurs nicht weiter mittragen, dass Klimaschutzmaßnahmen auf nationaler wie internationaler Ebene viel zu langsam vorankommen", teilt Osterlänger mit. Und Matthias Oberth, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bad Windsheimer Stadtrat, gibt die Devise aus: "Raus auf die Straße, um am kommenden Freitag gemeinsam mit Fridays for Future Einsatz für den Klimaschutz zu zeigen."

GÜNTER BLANK

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