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FWG Unteraltenbernheim stellt sich breit auf

Nach zähem Ringen gehen 28 Kandidaten in die Gemeinderatswahl in Obernzenn - 10.01.2020 17:33 Uhr

25 der 28 Gemeinderatskandidaten der Freien Wählergemeinschaft Unteraltenbernheim: (hintere Reihe, von links) Markus Knörr, Benedikt Gratzfeld, Gerhard Knörr, Andreas Eder, Bernd Spechtenhauser, Wilma Limbacher, Anita Hecht, Roland Göller, Georg Zeilbeck, Sonja Limbacher, Christina Hoffmann, Georg Reeg, Robert Götzelmann, Mykola Paranko, Frank Schühlein; (vordere Reihe, von links) Petra Schemm, Richard Fischer, Daniel Stoll, Markus Müller, Antonia Hofmann, Reiner Hufnagel, Silke Horneber-Schühlein, Yola Limbacher, Reinhard Osterrieder und Martin Meier. © Bastian Lauer


Matthias Schwarz hatte mal wieder recht. "Einiges an Formalismus" kündigte der Kreisvorsitzende der Freien Wähler im Gasthaus Schwarzer Adler an. Doch für die Freie Wählergemeinschaft Unteraltenbernheim lohnte sich das zähe, dreistündige Ringen – und Auszählen – bei der Nominierungsversammlung für die Gemeinderatswahl des Marktes Obernzenn: Mit einer vollen Liste von 28 Kandidaten wird man den 15. März in Angriff nehmen. Als Bonbon stellt man mit Reiner Hufnagel einen eigenen Bürgermeisterkandidaten.

Es war schon das fünfte Mal in den vergangenen Wochen, dass Schwarz den Versammlungsleiter geben durfte, sagte er. Seine Routine, gepaart mit den Überredungskünsten von Hufnagel und dem Zusammenhalt der Bürger in der östlichen Hälfte der Marktgemeinde – Hechelbach, Wimmelbach, Limbach, Hörhof und Unteraltenbernheim – sorgten dafür, dass am Ende viele zufriedene Gesichter nach Hause gingen.

Mit "etwa 20 Zusagen" für die Liste war Hufnagel angereist und äußerte angesichts von 39 stimmberechtigten Anwesenden die Hoffnung, mit der maximalen Unterstützung in den Bürgermeister-Wahlkampf gehen zu können. Genau das war für einige der Personen auch der Antrieb, wie immer wieder zu hören war, sich für die Liste aufstellen zu lassen.

Bei seiner Rede positionierte sich Hufnagel, der seit sechs Jahren im Gemeinderat sitzt, klar gegen die CSU und "ihre Vetterleswirtschaft". Zum anderen kam bei ihm – wie auch in der gesamten Runde – klar zum Ausdruck, dass die Ortsteile im Gemeinderat gestärkt werden sollten. Das hob auch seine bisherige Ratskollegin Silke Horneber-Schühlein in den Mittelpunkt ihrer Vorstellung.

Ganz spezielle Themen brachten mit der Kläranlagen-Problematik der angehende Klärwärter Markus Müller oder mit dem Entwicklungspotenzial der Zenngrundschule deren Elternbeiratsvorsitzende Sonja Limbacher vor. Frank Schühlein wollte weniger meckern, er betonte vielmehr "genug positive Sachen", die von der Gemeinde in der Vergangenheit in den Ortsteilen angeschoben wurden. "Wir sind doch eine Gemeinde, wir müssen zusammenhalten."

Da die Zahl der Kandidaten im Vorfeld offen war, kam ein langes Wahlprozedere auf die Versammlung zu, deren Pausen jedoch viel Raum für Stammtischgeplauder boten. Alle Stimmberechtigten konnten für die 28 Kandidaten bis zu drei Stimmen verteilen. Nach Anzahl der Stimmen wurden die Listenplätze verteilt. Drei Mal gab es ein Stechen, so auch um Platz eins, bei dem sich Hufnagel gegen Horneber-Schühlein durchsetzte. Der dritte bisherige Gemeinderat, Harald Schuh, tritt nicht mehr an. Ersatzkandidaten gibt es nicht.

1. Reiner Hufnagel (51)

2. Silke Horneber-Schühlein (48)

3. Markus Müller (34)

4. Frank Schühlein (46)

5. Sonja Limbacher (37)

6. Daniel Stoll (26)

7. Ramona Gugg (46)

8. Günther Hirsch (50)

9. Christina Hoffmann (46)

10. Markus Knörr (49)

11. Antonia Hofmann (19)

12. Reinhard Osterrieder (45)

13. Gerhard Knörr (58)

14. Petra Schemm (45)

15. Wilma Limbacher (50)

16. Benedikt Gratzfeld (57)

17. Yola Limbacher (19)

18. Anita Hecht (47)

19. Jürgen Schmid (38)

20. Andreas Eder (35)

21. Richard Fischer (59)

22. Mykola Paranko (33)

23. Martin Meier (43)

24. Robert Götzelmann (51)

25. Georg Zeilbeck (60)

26. Georg Reeg (59)

27. Roland Göller (58)

28. Bernd Spechtenhauser (56)

BASTIAN LAUER

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