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Gelbe Tonne: Das Holsystem hält Einzug im Landkreis

Die Auslieferung der Gelben Tonnen hat begonnen. - 10.10.2019 14:00 Uhr

Derzeit werden die Gelben Tonnen im Landkreis ausgeliefert. © Foto: Christine Berger


Ärger wie in Nürnberg, wo unvermittelt vor der Türe stehende Tonnen für Ärger sorgten, wie überregional berichtet, soll im Landkreis verhindert werden. Aus diesem Grund hat das Landratsamt mit dem Sachgebiet Abfallwirtschaft an der Spitze eine umfangreiche Informationskampagne gestartet. Landrat Helmut Weiß machte sich gestern in Emskirchen ein Bild von der Auslieferung, die laut Pasqual Wack, Geschäftsführer der Knettenbrech und Gurdulic Franken GmbH & Co.KG, gut angelaufen ist. Etwa 4400 Tonnen wurden an den ersten beiden Tagen verteilt, etwa eine Handvoll Grundstücksbesitzer wollte keine Tonne, ergänzte Disponent Christian Hohenstatt.

Den frühen Zeitpunkt erklärte Wack mit dem Wunsch, bis Ende Oktober beziehungsweise Anfang November die Auslieferung abgeschlossen zu haben. Dann geht es darum, weitere Tonnen zu ergänzen beziehungsweise bei Bedarf durch Container zu ersetzen. Die erste Leerung im Landkreis ist für 2. Januar terminiert, informierte Peter Kreß, Sachgebietsleiter der Abfallwirtschaft im Landratsamt. Landrat Weiß verwies bei Fragen oder Problemen auf das Sachgebiet im Amt, da ihm sehr an einer gelungenen Einführung des Holsystems gelegen sei. Generell aber sei das Entsorgungsunternehmen zuständig, erklärte Pasqual Wack. Kontaktdaten sind die Telefonnummer 09321/ 93 94-44 beziehungsweise die E-Mailadresse abfuhr-nea@knettenbrech-gurdulic.de.

Die Daten sollen auf der Homepage des Landkreises hinterlegt werden, auch sind sie in einem neuen Informationsflyer der Abfallwirtschaft aufgeführt. Dort wurde in einem Überblick aufgelistet, welcher Müll künftig in der Gelben Tonne landen soll beziehungsweise für welche Wertstoffe weiterhin die Wertstoffhöfe zuständig sind. Ausdrücklich verwies Peter Kreß darauf, dass Dosencontainer zum 1. Januar 2020 abgezogen werden, wohingegen Glascontainer an ihren Standorten bleiben.

Wohin die Wertstoffe aus dem Landkreis gebracht werden, sei selbst ihm nicht im Detail bekannt, gestand Wack. Das Entsorgungsunternehmen mit Sitz im Landkreis Kitzingen sei lediglich für das Einsammeln der Wertstoffe und die Beförderung bis zur Betriebsstätte zuständig. Von dort aus sind die Dualen Systeme für die weiteren Wege der Verwertung zuständig. "Zum Teil ein bisschen undurchsichtig sei das System", gestand Wack ein. Zumindest, was das Duale System Deutschland angeht, konnte Peter Kreß Auskunft geben. Das Unternehmen mit einem Marktanteil von 30 Prozent fährt die Wertstoffe an eine Sortieranlage in Sontheim an der Prenz. Allerdings verwies Kreß darauf, dass die Quote der sogenannten werkstofflichen Verwertung vorgeschrieben sei und in den kommenden Jahren sukzessive angehoben wird. Auch werde deren Einhaltung überwacht, um unterm Strich tatsächlich Rohstoffe einsparen zu können. Kontrollen wird es auch im Landkreis geben, kündigte Wack an, so sind Sichtkontrollen mitfahrender Mitarbeiter geplant.

Christine Berger

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