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Montag, 06.04.2020

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Historische Stichwahl in Bad Windsheim

Bernhard Kisch will Bürgermeister bleiben, Jürgen Heckel will es werden. - 25.03.2020 13:00 Uhr

In Bad Windsheim kämpfen Jürgen Heckel (WiR) und Bernhard Kisch (CSU) um den Einzug ins Rathaus. © oh


  "Wir kommen gerade nicht dazu, die Briefe zu zählen." Jürgen Heckel von WiR oder Amtsinhaber Bernhard Kisch von der CSU – zwischen diesen beiden müssen sich die 9843 Wahlberechtigten entscheiden.

Mit Plakaten werben Bernhard Kisch und Jürgen Heckel um Stimmen für die Stichwahl, bis Sonntag können die Unterlagen im Rathaus abgegeben werden. Fotos: Stefan Blank © Fotos: sb


Keine Auftritte in Wirtshäusern oder bei Versammlungen, keine Hausbesuche – die aktuelle Coronavirus-Lage samt Ausgangsbeschränkungen beeinflussen auch den Stichwahlkampf um den Bad Windsheimer Bürgermeisterposten, der im Internet außergewöhnliche Züge angenommen hat. Auch die WZ musste auf geplante Interviews ohne Worte, nur mit Bildern sowie direkte Gespräche mit Heckel und Kisch verzichten. In den schriftlich übermittelten Antworten schrieb Kisch, er wolle bei einem Wahlsieg "nicht feiern, sondern bewusst an alle diejenigen denken, die in diesem Augenblick mit aller Kraft für die kranken und besorgten Menschen hier in Bad Windsheim arbeiten". Zudem wolle der Bürgermeister Ortsteilbegehungen wieder einführen und einen Wirtschaftsförderer einsetzen. Zuversichtlich sei Kisch, dass die Kurstadt den Zuschlag für die Gartenschau erhalte.

© Fotos: sb


Jürgen Heckel will die Geschäftsordnung des Stadtrates ändern, für die Innenstadt ein ganzheitliches Marketingkonzept entwickeln und "all diese Vorhaben als Teamarbeit mit der Verwaltung, dem Stadtrat, den Bürgerinnen und Bürgern in Angriff nehmen".

Wer wahlberechtigt ist und bis heute noch keine Briefwahlunterlagen erhalten habe, der solle sich laut Bertram Strobel bis spätestens Sonntag, 15 Uhr, im Stadtbüro melden. Bis 18 Uhr ist der Spezial-Briefkasten geöffnet. Um seine Unterlagen einzuwerfen darf jeder – trotz der geltenden Ausgangsbeschränkung – die Wohnung verlassen. "Jeder darf seinen Wahlbrief zur Post oder zur Gemeinde bringen, die Allgemeinverfügung stellt das auch ausdrücklich klar," teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit. Danach geht es für die Stimmzettel ins Kur- und Kongress-Center, wo unter Berücksichtigung von ausreichend Abstand zwischen den Wahlhelfern ausgezählt wird. Kreuz bei Bernhard Kisch oder Kreuz bei Jürgen Heckel.

Stefan Blank

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