Hoppelnder Spaß nicht nur für Osterhasen

4.4.2021, 12:40 Uhr
Wenn Lady will, kann sie richtig hoch springen und absolviert mühelos den Kanin-Hop-Parcours.

Wenn Lady will, kann sie richtig hoch springen und absolviert mühelos den Kanin-Hop-Parcours. © Foto: Claudia Lehner

An Ostern hat er angeblich richtig viel zu tun der sprichwörtliche Osterhase. Er soll die Eier bringen. Wo diese Ansicht herkommt, ist unklar. Und wie er das schaffen soll, haben sich wohl schon viele Kinder gefragt. Bei den Uffenheimer Kleintierzüchtern gibt es zumindest Exemplare, die das sportliche Training mitbringen würden für den harten Job. Doch was landläufig als Hase bezeichnet wird, kann ganz unterschiedlich aussehen – vom schnellen Flitzer bis zum wuscheligen Fellknäuel.

An die 70 Rassen gibt es, erzählt Monika Trabert, die wilden nicht mitgezählt. Sie ist beim Kleintierzüchterverein und auf Kreisebene für Jugendarbeit zuständig. Mit den verschiedenen Farbschlägen sind es schon 167 Kategorien.

Von Zwergrassen bis Deutschen Riesen

Unterschieden wird zum Beispiel nach stehenden und hängenden Ohren, die letztgenannten werden als Widder bezeichnet, dann gibt es Zwergrassen, kleine, mittlere und große Rassen. Ein Deutscher Riese zum Beispiel könne zwischen sechs und acht Kilogramm wiegen. Auch die Haarstruktur ist verschieden. Ganz flauschig weich fühlt sich das Angorakaninchen an. Die Tiere, die Züchter Gottfried Trabert mitgebracht hat, stehen kurz vor der Schur. Sie sehen aus wie große Puschel. Daneben wirkt der rote Farbenzwerg-Satin winzig.

Angorakaninchen und Farbenzwerg einträchtig nebeneinander.

Angorakaninchen und Farbenzwerg einträchtig nebeneinander. © Foto: Claudia Lehner

Vier Mal im Jahr müssen Angorakaninchen geschoren werden, sonst werden sie krank, sagt Gottfried Trabert. Dabei kommen pro Tier 280 Gramm Wolle heraus. Die wird gesponnen und die Schwiegermama strickt daraus Handschuhe und Mützen, erzählt der Züchter. Im Verein gibt es sogar eine Spinn-, Strick- und Häckelgruppe.

Es werde immer gefragt "Was machen eure Hasen", erzählt Monika Trabert, doch eigentlich sind es alles Kaninchen. Das Hasenkaninchen sieht allerdings aus wie ein Feldhase und hoppele auch so, erklärt der zweite Vorsitzende des Vereins, Eduard Löhnert. Zwei solche besitzt die 13-jährige Isabelle Drexler.

Zwang ist verpönt

Ihr geht es nicht um die Zucht, sondern um die Tiere und um den Sport. Sie macht bei Kanin-Hop mit. Dabei springen die Tiere über Hürden, ähnlich wie Pferde, nur viel kleiner. "Das müssen sie allerdings freiwillig tun", betont Trabert. Die Kaninchen zu zwingen, ist verpönt. Darky und Lady lassen sich denn auch mit Futter etwas bitten, bis sie losspurten und gekonnt die Stangen überspringen.

Ein bisschen seien sie wegen Corona aus der Übung, erklärt Drexler. Ihr ist es wichtig, dass es den Tieren gut geht. Käfighaltung kommt bei ihr nicht in Frage. 30 Quadratmeter haben die Tiere bei ihr Platz. Etwas höher als sie selbst ist das Hindernis, das Lady mühelos nimmt. Da könnte man sich leicht vorstellen, es sei ein Gartenzaun und auf dem Rücken hätte Lady einen Sack voller Eier.

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