Mittwoch, 26.02.2020

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Jägeradvent: Einstimmung auf "stade Zeit" im Freilandmuseum

Stimmungsvolle Atmosphäre in wohlig warmen Stuben - 01.12.2019 19:01 Uhr

Einen wohltuenden Kontrast zu Christmas-Songs auf allen Kanälen bot das Ensemble „Saitwärts“, das beim „Jägeradvent“mit zarten Klängen abseits des großen Rummels auf die „stade Zeit“ einstimmte. © Harald Munzinger


Das „Jägerinnenforum Mittelfranken“, Dienstleister für die 22 mittelfränkischen Jägervereine, richtete im Schlösschen von Eyerlohe einen „Jagdadvent“ aus. Sandra Götz aus Markt Erlbach, Anna-Lena Mack aus Feuchtwangen, Sabine Thümmler aus Erlangen, Katharina Stolz aus Wassertrüdigungen und Hannelore Weißmann aus Dinkelsbühl (mit Ehemann Jürgen Weißmann, Präsidiumsmitglied des Bayerischen Landesjagdverbandes und dessen Bezirksvorsitzender, Mitbegründer des Förderkreises Jagdschlösschen) erfreuten viele Gäste mit Schmankerln vom heimischen Wild und ganz speziellem Kunsthandwerk. Das Ensemble „Saitwärts“ bezauberte mit zarten Klängen im wohltuenden Kontrast zum „Jingle Bells“ auf allen Kanälen.

Vom allgemeinen Vorweihnachtsstress entschleunigt, bot sich auch die Gelegenheit zum Gedankenaustausch über Jagd, Wald und Wild, wobei der Fokus auf die heimischen Vogelarten und deren „leises Sterben“ gerichtet war. Damit verbunden war der Appell, auf artgerechte Lebensräume für die Insekten als Nahrungsgrundlage der Vögel zu achten. Da ließ sich beim Weißen Glückwein und Gebäck so mancher Rat für „unaufgeräumte“ Gärten geben, ehe es eines Tages darum gehen werde, „Menschenschutzgebiete“ zu schaffen.

Musik, Lesungen und Gaumenschmaus

Auch um das „Jagdschlösschen“ herum, konnten sich die Besucher in den drei Baugruppen des Museums von der „Kalber Stubenmusik“ sowie vom „Winzersingkreis Iphofen“ oder bei einer Lesung weihnachtlicher Geschichten und Gedichte auf die Adventszeit einstimmen oder auch zum Mitsingen einladen lassen. Von selbstgefertigtem Schmuck aus Glas über getöpferte Dekoration oder weihnachtlichen Web- und Filzprodukten bis zu Krippen und figürlichen Schnitzereien reichten die Ausstellungen in den gemütlichen Stuben der Bauernhäuser mit den gut geschürten Öfen, in denen man sich auch mit einer Gemüsesuppe aufwärmen und weihnachtliches Gebäck genießen konnte.

Dazu wird auch an den nächsten Adventssonntagen eingeladen, die man jeweils gegen Abend mit Konzerten ausklingen lassen kann. In die Spitalkirche lohnt die „Große Fränkische Weihnachtskrippe“ von Norbert Tuffek mit über 280 Figuren einen Abstecher, die in 12 Bildern die biblische Geschichte illustrieren. Neu ist in diesem Jahr ein „Museumsweihnachtsmarkt“ unter dem großen offenen Dachstuhl des Alten Bauhofs von Donnerstag, 12., bis zum dritten Adventssonntag (15. Dezember).

Jedes Wochenende mit eigenem Akzent

Für jedes der drei Advents-Wochenenden kündigt das Freilandmuseum in den fränkischen Bauernstuben „einen eigenen Akzent“. Nach dem Auftakt mit dem „Jägeradvent“ und dem Abschluss mit dem Chor „Kreuzschnäbel“ in der Spitalkirche wird der zweite Advent von der „Museumweihnacht“ geprägt sein. Bei der verwandelt der Förderverein des Fränkischen Freilandmuseums die Mühle aus Unterschlauersbach in eine weihnachtliche „Märchenmühle“ mit Geschichten, Musik und Schmakerln mit dem abschließenden Höhepunkt am Sonntag, 8. Dezember, der „Fränkischen Weihnacht“. Aufgeführt wird diese ab 17.30 Uhr in der Spitalkirche, dem Museum „Kirche in Franken“ von den „Bad Windsheimer Sängern und Spielleut‘“.

Zum Abschluss des „Museumsweihnachtsmarktes“ im „Alten Bauhof“ werden am dritten Adventssonntag ab 16 Uhr mit dem Einbruch der Nacht die „Theatergruppe Eschenbach“ und die „Aurataler Sänger“ zusammen mit der „Eschenbacher Hausmusik“ beim Seubersdorfer Hof im Museumsgelände das traditionelle Weihnachtsspiel „Empfängnis und Geburt Christi“ von Hans Sachs aufführen. Danach fällt der Vorhang für die Museumssaison 2019. Zu „Winteröffnungstage“ wird am 29. Dezember sowie am 6. Januar 2020 jeweils von 10 bis 16.30 Uhr in das Freilandmuseum sowie am 22./25./26. und 29.Dezember ebenso wie am 6. Januar von 10 bis 16.30 Uhr in die Spitalkirche eingeladen.

Harald J. Munzinger

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